Verbraucher wollen Eier „ohne Kükentöten“ Premium

Die Geschlechtsbestimmung im Ei könnte eine Alternative zum Kükentöten werden. Viele Kunden würden aber Zweinutzungsrassen vorziehen, zeigt eine Umfrage der Uni Göttingen.

Die meisten männlichen Küken, die in der Legehennenproduktion schlüpfen, werden am ersten Lebenstag getötet. Denn die Mast männlicher Legehybriden der hochspezialisierten Rassen ist nicht wirtschaftlich.

Das sogenannte „Kükenschreddern“ ist allerdings mittlerweile vielen Verbrauchern ein Begriff und ruft breite Kritik und die Forderung nach Alternativen hervor. Große Lebensmittelkonzerne, darunter Unilever und der amerikanische Zusammenschluss der Eiererzeuger (United Egg Producers), haben Bereitschaft signalisiert, sich für eine praxistaugliche Alternative zum Kükentöten stark zu machen.

In Deutschland ist der Ausstieg ein politisches Ziel. Die Entwicklung einer praktikablen Alternative wird daher bereits seit dem Jahr 2008 staatlich gefördert.

Zwei Alternativen

Derzeit zeichnen sich zwei Alternativen als umsetzbar ab: Die erste ist die Aufzucht der männlichen Küken. Dabei kann entweder Zweinutzungsgeflügel eingesetzt werden, oder die männlichen Legehybriden werden gemästet (Bruderhahnkonzept). In der Regel wird die Mast der Hähne über einen höheren Eierpreis finanziert, Eier aus diesen Produktionssystemen erhalten daher ein Label. Eier aus dieser Produktion sind bereits in vielen Supermärkten verfügbar, machen jedoch eine Nische aus (z.B. Rewe „Spitz&Bube“, Alnatura „Bruderküken-Initiative“, Penny „Herz Bube“, Aldi „Henne&Hahn!“).

Die zweite Alternative ist die Geschlechtsbestimmung im Brutei in der Legehennenproduktion (in ovo-Methode). Die Eier werden beispielsweise neun Tage bebrütet, dann untersucht und jene Eier mit männlichen Embryonen werden aussortiert. Frische Kon- sumeier von Legehennen, die mittels dieser Methode ausgebrütet wurden, sind seit Ende des Jahres 2018 in einigen ...

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Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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