Was bringt der Fleischmarkt 2018? Premium

Fleisch bleibt ein Wachstumsmarkt – allerdings nicht in der EU. Im globalen „Fleischkonzert“ spielen die Europäer zwar weiter mit. Die dynamischen Veränderungen finden aber in Asien und Amerika statt, sagt Heribert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW.

Während europäische Tierhalter mengenmäßig auf der Stelle treten, geben Erzeuger in anderen Regionen der Welt weiterhin Gas. Dieser Trend dürfte sich 2018 noch verstärken, glaubt das US-Agrarministerium (USDA). Aber können die Märkte diese zusätzlichen Mengen überhaupt aufnehmen?

Rindfleisch gefragt.

Mit knapp zwei Prozent wächst die Erzeugung von Rindfleisch 2018 weltweit am deutlichsten. Vor allem die USA als größter Produzent sorgen mit einem Plus von 3% für Schwung. Dort werden im nächsten Jahr 12,4 Mio. t Rindfleisch erwartet. Damit würde der Eigenverbrauch in gleicher Höhe gedeckt. Traditionell mischen die Amis aber auch am Weltmarkt mit und im- bzw. exportieren jeweils 1,3 Mio. t. Neu ist, dass China bzw. Hongkong auf der Kundenliste stehen. Nach der langjährigen BSE-Sperre sehen die Amerikaner dort Potenzial.

Aufwärts geht es auch mit der brasilianischen Rindfleischerzeugung. Das Niveau soll knapp 10 Mio. t erreichen. Davon bleiben nur rund 8 Mio. t im Lande, was Brasilien mit etwa 1,85 Mio. t zum größten Exporteur macht.

Im Vergleich ist die EU eher träge, denn die Erzeugung bei uns steht und fällt mit der Milchviehhaltung. 2018 steigt das Rindfleischangebot leicht auf 7,9 Mio. t, während der Verbrauch etwas zurückfällt. Im Export spielt die EU zwar keine große Rolle. Ohne die 420000 t Rindfleisch, die in Drittstaaten wie die Türkei gehen sollen, hätten wir aber wohl ein Preisproblem. Zumal wir gleichzeitig etwa 360000 t aus Südamerika einführen.

Importboom in China:

Immer interessanter für den Welthandel bei Rindfleisch wird derweil China. Dort stagniert die Erzeugung, während der Verbrauch steigt. Noch 2011 konnte Peking auf Einfuhren nahezu verzichten. 2018 werden es voraussichtlich 1 Mio. t sein. Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen, weil mit den Einkommen die Nachfrage weiter wächst. Gleichzeitig haben chinesische Rinderhalter kaum...

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