"Wir haben es satt" will andere Landwirtschaft

Grüne Agrarpolitiker bei der Demo
Bild: Grüne

Nach Angaben der Veranstalter haben sich in diesem Jahr rund 23 000 Menschen an der Demonstration „Wir haben es satt“ beteiligt und gegen die aus ihrer Sicht industrielle Lebensmittelproduktion, Massentierhaltung und Agrarindustrie protestiert.

Die Polizei zählte allerdings deutlich weniger Teilnehmer. Zu Beginn der Demonstration am Potsdamer Platz sollen es nach Angaben der Ordnungshüter 5.000 Teilnehmer gewesen sein und bei der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt bis zu 13.500 – weniger als erwartet und weniger als im vergangenen Jahr.  
Die Kritiker der gegenwärtigen Landwirtschaft forderten vor allem mehr Umwelt- und Tierschutz, für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für einen fairen Handel.

„Die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel ist verantwortlich für die Rahmenbedingungen, die zu Überproduktion und Erzeugerpreisen deutlich unter den Produktionskosten führen. Dabei zerstören Agrarexporte zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt bäuerliche Strukturen und regionale Märkte für Bauern hier und in der ganzen Welt“, kritisierte Ottmar Ilchmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Niedersachsen die Exportstrategie der EU-Landwirtschaft.

Die Bauern stünden in der Mitte der Gesellschaft“, kommentierte Jochen Fritz, Landwirt und Sprecher der Demonstrations-Bündnisses „Wir haben es satt!“ den gemeinsamen Protest der über 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorganisationen und dem Lebensmittelhandwerk. 

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt entgegnete den Demonstranten bei einem Zwischenstopp vom seinem Ministerium: „Die intensive Landwirtschaft bleibt unverzichtbar. Die Weltbevölkerung wächst. Wer diesen Punkt ausblendet, betreibt Realitätsverweigerung“, sagte Schmidt. Dies heiße ja nicht, dass ökologische Aspekte missachtet werden müssten.

Im Mittelpunkt der Kritik der Demonstranten stand vor allem der Widerstand gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA sowie die Forderung, mehr für den Tierschutz und die Förderung des ökologischen Landbaus zu tun.

„Bäuerliche Betriebe und die Verbraucher sind die Verlierer der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Die Agrarindustrie will über TTIP und CETA Verbraucherschutzstandards senken. Hormonfleisch und Gen-Food ohne Kennzeichnung könnten dann auch in unseren Supermarktregalen landen", befürchtet Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA

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15 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Reiner Matthes · 1.
    Lieber ein Deutsches Schnitzel und eine Deutsche Tomate

    als ein hormonverseuchtes Steak und ein gechlortes Hühnchen aus dem Ausland. Nirgendwo auf der Welt werden Lebensmittel und die Haltungsbedingungen für Nutztiere so scharf kontrolliert wie in Deutschland ! Aber vielleicht ist es ja besser wenn die Lebensmittel aus dem Ausland kommen. MC Doof würde sich freuen. Endlich kein Unterscheidungsmekmal mehr.

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  2. von Paul Maier · 2.
    Doppelte Moral.

    Bei einer bestimmten Gruppe unserer Bevölkerung gehört es inzwischen zum jährlichen Ritual an der WHES Demonstration teilzunehmen. Dass darunter auch Landwirte zu finden sind, die sich aufgrund ihrer Wirtschaftsweise den anderen überlegen fühlen und so glauben durch ihre Präsenz der Landwirtschaft einen Dienst zu erweisen, ist mehr als fragwürdig. Sollte es tatsächlich gelingen, dass diese radikalen Gruppen ihr Leitbild von Landwirtschaft durchsetzen können, dann werden diese gedankenlosen Mitläufer sich schon noch die Augen reiben. Wer von den Teilnehmern an diesem Spektakel denkt je einmal darüber nach, wie ihr tägliches Konsumverhalten mit den dort verkündeten Forderungen an deutsche Landwirte übereinstimmt. Die Verbraucher erwarten doch ganzjährig frisches Obst und Gemüse egal wo es herkommt und wie es produziert wurde. Wie vertragen sich die Produktionsbedingungen bei Kaffee, Tee, Ananas, Kiwi, Bananen, Zitrusfrüchten, Pflanzenölen für vegane Produkte und Kosmetika aber auch Baumwolle, Sisal, Schnittblumen, Kautschuk z.B. mit ihren ach so hehren Idealen. Warum wird darüber kein Wort verloren? Halten denn wirklich alle der Transpartententräger gegen Massentierhaltung ihre Haustiere artgerecht oder fordern sie Tierschutz nur bei Bauern ein um das eigene Gewissen zu beruhigen? Trotzen sie bei dieser Veranstaltung den winterlichen Temperaturen ganz ohne Wolle, Felle und Leder? Die gezeigten Fotos lassen einen anderen Schluss zu.

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  3. von Thorsten Schäfer · 3.
    Ist der Nabu als Großinvestor in

    landwirtschaftlichen Nutzflächen ein verlässlicher Partner? Für wen? Die machen Stimmung gegen bäuerliche Familien und kaufen dann die Flächen, ein sagen wir mal "interessantes Geschäftskonzept", anschließend lassen die dann die Tiere in den Fluten der Elbe ertrinken... Ein Hoch auf solche "Partner". Der BUND der Landwirt als Massenmörder in Videos darstellt? Ich würde mir lieber andere Partner suchen.

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  4. von Ludger Gerding · 4.

    Die übergrosse Mehrheit dieser linken Gruppierungen sieht Landwirtschaftspolitik als grüne Spielwiese und landwirtschafgtliche Nutzflächen als linkes Allgemeingut an.

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  5. von Eckehard Niemann · 5.
    "sind akut in ihrer Existenz bedroht" und brauchen gesellschaftlichen Rückhalt!

    Die übergroße Mehrheit der WHES-Demonstranten unterstützt die Bauern ausdrücklich dabei, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen - sie setzt sich auch nachdrücklich für faire Erzeugerpreise ein. Diese Bündnispartner sind ein starker und unverzichtbarer Rückhalt für die Sicherung der Existenz der bäuerlichen Betriebe. Auf diese Demonstranten ist allemal mehr Verlass als auf agrarindustriell ausgerichtete Berufs"kollegen" bzw. Funktionäre, die alle Stategien für Bauernhöfe schlechtzureden versuchen.

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  6. von Thorsten Schäfer · 6.
    "sind akut in ihrer Existenz bedroht! "

    Und das ändert man, wenn man gemeinsam Tierrechtlern und Kapitalismusgegner auf die Straße geht? Die überwiegende Mehrheit der WHES Demonstranten spricht der Landwirtschaft ab Geld zu verdienen, die werden sich bestimmt nicht für marktgerechte Preise einsetzen, ganz im Gegenteil. Diese Personen bedrohen die Existenz der familiären Landwirtschaft mehr wie alles andere.

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  7. von Eckehard Niemann · 7.
    Auszüge aus der Rede von Milchbauer Ottmar Ilchmann bei der Kundgebung "Wir haben es satt!"

    (…) diese Bauernhöfe, für die die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft steht und die von der übergroßen Mehrheit der Menschen gewünscht sind, sind akut in ihrer Existenz bedroht! Wir befinden uns mitten in einer schweren Marktkrise, die Milchbauern, aber auch die Schweinebauern müssen seit anderthalb Jahren ihre Produkte weit unterhalb der Kostendeckung abliefern. ----- Ausgelöst wurde diese Krise durch die verfehlte Politik der Weltmarktorientierung. Uns Bäuerinnen und Bauern wurde von der EU-Kommission, der Bundesregierung, dem Bauernverband und der Ernährungsindustrie das Blaue vom Himmel herunter versprochen. ----- Gerade den Milchbauern hat man nach dem Auslaufen der Quote Hoffnungen auf eine weltweite Nachfrage nach unserer Milch gemacht. Die gibt es auch, sie kann aber nur zu nicht kostendeckenden Weltmarktpreisen bedient werden. Profiteure sind die großen Exportmolkereien, die uns Bauern nach der Vermarktung und dem Abzug der Kosten nur das Restgeld auszahlen. Sie errichten ihre Imperien auf den Gräbern unserer Höfe! (…) ----- Ich möchte weiterhin meine Flächen so bewirtschaften, dass die Natur noch eine Chance hat. Ich möchte weiterhin meine Kühe artgemäß füttern und auf die Weide lassen. Ich möchte weiterhin keine billigen Rohstoffe für die Ernährungsindustrie erzeugen, sondern hochwertige, gesunde Lebensmittel. Ich möchte mir die Unterstützung und Anerkennung der Gesellschaft erhalten. Deshalb fordern wir fairen Handel statt Freihandel und faire Preise und Marktregeln für die Bauern! ----- Die Bundesregierung ist verantwortlich für die politischen Rahmenbedingungen, die zu diesen Erzeugerpreisen führen. Mit ihrer Priorität auf Lebensmittelexporte für den Weltmarkt zu Dumpingpreisen macht sie bäuerliche Strukturen und regionale Märkte für Bauern hier und in der ganzen Welt kaputt. ----- Deshalb fordern wir Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit euch allen von Kanzlerin Merkel und Minister Schmidt: Ändern Sie jetzt die Ausrichtung ihrer Landwirtschaftspolitik! Stoppen Sie TTIP und CETA! Schluss mit der Überproduktion bei Fleisch und Milch! Treten Sie für eine Qualitätsoffensive ein! Dann wird die Landwirtschaft hier und weltweit auch weiterhin geprägt durch Bauernhöfe statt Agrarfabriken! ------ Der vollständige Text der Rede: http://www.abl-niedersachsen.de/fileadmin/Dokumente/AbL-Niedersachsen/Aktuelles/Rede_Demo_Berlin_2016_Ilchmann.pdf

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  8. von Hans Nagl · 8.
    Wissenschaft als Maß aller Entscheidungen???

    Fragezeichen: den wir produzieren keine Maschinen sondern Mittel zum Leben ,da hilft nicht nur die Wissenschaft dazu gehören auch Tradition, Emotionen und Gefühle . Auch diese Gesichtspunkte dürfen wir Bauern nicht außer acht lassen sonst wird die Zahl der Vegetarier und Veganer weiter steigen. Das ist auch eine Art der demokratischen Abstimmung (mit Messer und Gabel).

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  9. von Gerhard Steffek · 9.
    Richtig und doch wieder nicht!

    Ottmar Illchner: Die Politik ist schon auch schuld an der ganzen Misere in der Landwirtschaft. Aber auch anders als sie es meinen. Getrieben von den Forderungen der "Gutmenschen" in den NGO's werden immer mehr und höhere Tierschutzforderungen gestellt. Dadurch werden doch gerade die kleinen Betriebe aus den Markt gedrängt. Dadurch verschwinden ausgerechnet die weniger "effektiven" und intensiven Betriebe. Ein Betrieb, mit Anbindehaltung, der Kühe mit 5.000 ltr. Stalldurchschnitt hat und aufhört, wird in aller Regel von einem Betrieb mit 8.000 ltr. und mehr pro Kuh übernommen. Leistungssteigerung bei gleicher Kuhzahl 60 % und mehr, bei gleichbleibender Kuhzahl. Meistens werden es aber auch da mehr. Somit ist nicht nur die Politik, sondern auch blindwütige Ideologie an der heutigen Überproduktion schuld. Abgesehen vom Überlebenswillen der Landwirte die durch entsprechende Mehrproduktion ihr Einkommen sichern wollen. Ihre Aussage ist mir hier zu kurzsichtig. Die Aussage von BLW-Minister Schmid ist für viele Teile unserer Erde richtig, aber nicht mehr für Europa und schon gar nicht mehr für Deutschland. Sicher, intensive Landwirtschaft ist wichtig. Aber auch sie findet ihre Grenzen. Diese sind in Deutschland und Europa aber weniger die technischen Möglichkeiten als die ökologischen und ideologischen. Auch wenn letztere vollkommen unangebracht sind. Und - wenn andere Länder nicht in der Lage sind ihre Landwirtschaft entsprechend zu entwickeln, so ist dies nicht unsere Verantwortung. In diesen Ländern sind es in aller Regel nämlich nicht die Landwirte, die ihr Land nicht ernähren können, sondern die Politiker! Man sieht es überall auf der Welt, dass nur inkompetente, ideologische (auch religiöse), politische Entscheidungen Schuld sind an der Unterversorgung des eigenen Landes sind. Bei den ideologischen Entscheidungen möchte ich auch Thomas Schröder mit seinem Tierschutzbund in die Pflicht nehmen. Wenn sie schon entsprechende Forderung für mehr Tierwohl aufstellen, warum betreiben sie dann nicht einen entsprechenden "Musterbetrieb" nach ihren Vorstellungen und stellen diesen als Vorbild hin? Aber bitte auch wirtschaftlich erfolgreich! Ansonsten sind sie mit ihren Forderungen nur ein ideologischer Rattenfänger und "Bauernmörder", der sich nur zu seinen Gunsten profilieren will. Wenn Demeterbäuerin ihre Wirtschaftsweise als zukunftsweisend darstellen möchte, dann möchte ich sie nur darauf hinweisen, das es die ganzen Jahrtausende vorher immer nur Biobetriebe gegeben hat. Aber auch entsprechende Hungersnöte! Noch dazu - ausgerechnet in den Entwicklungsländern mit ihren Millionen von "Biobetrieben" haben wir doch die größte Landvernichtung durch unfruchtbar werdende Böden. Durch falsche Bewirtschaftung auf biologischer Weise! Solch eine Aussage trifft nur jemand der nicht über den Rand seiner Suppenschüssel sieht. Ich war mittlerweile mehrmals in der Türkei und letztes Jahr in Marokko. Es war aus landwirtschaftlicher Sicht immer erschreckend. Das sich diese Länder bisher nicht weiterentwickelt haben (in Marokko wird noch teilweise von Hand das Getreide geerntet), liegt meiner Ansicht nach aber auch sehr viel an deren Selbstgefälligkeit und Bequemlichkeit. So nach dem Motto: warum mehr tun, wenn es reicht. Nicht umsonst, wurde die Türkei im 19. Jhd. zum "kranken Mann am Bosporus".

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  10. von Kirsten Wosnitza · 10.
    Wissenschaft als Maß aller Entscheidungen

    Gerne. Aber unabhängig sollte sie schon gerne sein.

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  11. von Dr. Willi Billau · 11.
    Die Käfige werden dann in der Ukraine aufgebaut,

    Agrarwende heißt europaweit! Da habt Ihr zwar Visionen, aber ob die die Mehrheit der Bauern auch so wollen, ob das in einer Demokratie gekoppelt mit freier Marktwirtschaft überhaupt umsetzbar ist, das ist immer noch fraglich! Wir wollen zwar alle unter fairen Rahmenbedingungen als Familienbetriebe weiterexistieren, aber momentan sollten wir die "Wendemanöver" auf Grundlage der Demokratischen Ordnung schaffen. Man muß nach wie vor Vielfalt der Betriebsformen zulassen. Man kann kleinere Betriebe und benachteiligte Regionen höher fördern, als sehr große Betriebe. Man kann bei Großbetrieben die Höhe der Flächenprämie von der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer abhängig gestalten. Man kann die Stallgröße anhand von GVE/ha festlegen und somit die Gülleproblematik entschärfen. Man kann via Tierwohl eine 10% niedrige Besatzdichte fordern und damit die Märkte wirksam entlasten, ohne Mehrkosten für die Betriebe. Darüber können wir zwischen BV, BdM und ABL gerne reden. Aber nicht mit Leuten, welche verlautbaren: Tierhalter sind Mörder, Glyphosat tötet, Bauern vergiften, bei denen Betriebe aus '"Bauer sucht Frau" als Vorbild für Landwirtsbetriebe dargestellt werden. Normale Sonderkulturbetriebe in meinem Raum haben zwar oft über 100 Saisonarbeitskräfte, sind aber noch lange keine Agrarindustrie. Oft, Hans Nagel, ist es mir vorgekommen, dass ich in Diskussionen über Pflanzenschutz oder Gentechnik als verdeckter Monsanto-Angestellter deklariert wurde. Und wer mich kennt, weiß wie sehr mich das trifft, weil ich mit Herz und Seele Bauer bin und wie sachlich dann die Diskussion weiterging. Immer noch ist die Wissenschaft das Maß aller Entscheidungen. Die darf ich gerne hinterfragen, aber bitte wissenschaftlich und nicht mit der Glaskugel!

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  12. von Bernhard Hellweg · 12.
    weiter so?

    Ein "weiter so" hat es noch nie gegeben. Landwirtschaft und Ernährung haben sich immer mit der Technik und der Nachfrage mit- und weiter entwickelt. Im übrigen importieren wir einen kleinen Teil der Futtermittel aus Weltgegenden in denen Überschuß herrscht. Aus Hungergebieten importieren wir eher Kaffee, Kakao, Tee exotische Früchte sowie Bio-Kartoffeln aus Ägypten und und.....Unsere Landwirtschaft steht an der Schwelle zur Landwirtschaft 4.0 Das wird die wirkliche Agrarwende werden.

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  13. von Hans Nagl · 13.
    Die Agrarwende ist bereits im Laufen

    2009 würde bereits die Käfighaltung von Hühnern verboten, weitere Schritte zur artgerechten Tierhaltung werden folgen.

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  14. von Doris Peitinger · 14.
    "Weiter so" ist keine Option

    Ganz genau, so kann es nicht weitergehen. Wir importieren unsere Futtermittel aus Entwicklungsländern, deren Bevölkerung wir damit die Nahrungsgrundlage entziehen. Und exportieren unsere Überschüsse wieder zu Dumpingpreisen und zerstören damit die dortigen Wirtschaftskreisläufe. Wenn weiter so agiert wird, wird es immer mehr zu Flüchtlingsströmen kommen, die irgendwann nicht mehr eingedämmt werden können. Ebenso, wie die einheimischen Bauern immer weniger von ihren Preisen leben können und aufhören. Und TTIP setzt dem Raubtierkapitalismus noch die Krone auf. Danke an alle, die die Zusammenhänge erfaßt haben und sich gegen diese allgegenwärtige Ausbeutung einsetzen!

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  15. von Bernhard Hellweg · 15.
    "Wir haben es satt" hat keine Antwort. .

    für die drängenden Probleme der Menschheit. Weltweit müssen die Ernten jedes Jahr um rd. 3% steigen, will das mit "Demetermethoden" schaffen? Eime weltweite Apokalyptische Hungersnot wäre das Ergebnis. Wie heißt es in einen russischen Sprichwort: "die schlimmsten Dinge entstehen aus guter Absicht"

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