Dänemark: Ferkelsterblichkeit in Biobetrieben liegt bei 33 %

In den vergangenen 20 Jahren hat die Ferkelsterblichkeit auf Biobetrieben in Dänemark stark zugenommen. Ergebnisse einer Studie der Aarhus Universität zeigen, dass die Gesamtmortalität (Totgeburten und Verluste bis zum Absetzen) bei 33 % liegt. Die Studie ist im Auftrag des dänischen Landwirtschaftsministeriums erstellt worden. Der Anteil von Totgeburten und der Ferkel, die bis zum 5.Lebenstag verenden, liegt bei 90 %.

Ursachen für die hohe Sterblichkeitsrate seien u.a. Verhungern, Erdrücken sowie Infektionen. Als Grund für die vielen Totgeburten werden zu lange Geburten, bei denen die Ferkel im Geburtskanal ersticken, genannt. Das Landwirtschaftsministerium verweist aber auch auf die erschwerte Tierkontrolle in den Hütten, insbesondere rund um die Geburt und die längeren Säugzeiten. Im Vergleich zur konventionellen Tierhaltung würden viele Ferkel Raubtieren zum Opfer fallen.
Um die Sterblichkeit in der biologischen Ferkelproduktion langfristig zu senken, empfiehlt das dänische Landwirtschaftsministerium den Einsatz einer robusteren Genetik sowie eine Neugestaltung des Abferkelbereiches und einen verbesserten Zugang zu den Hütten. (aw)

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von tierarzt17 · 1.
    Deutsche Outdoor-Biobetriebe.....

    ....verlieren ähnlich tragisch Ferkel, dazu bedarf es gar keiner "Raubtiere": die Krähen warten auf den Hütten, bis die Ferkel circa am 5. Lebenstag allmählich aus den Hütten rauskommen. Dann stürzen sie sich auf die Ferkel und picken ihnen den Bauch auf und die Augen aus. Der Landwirt würde diese Mistviecher am liebsten abschießen, denn sie sind intelligent, daß sie dann abziehen würden. Aber der Landwirt darf nicht. Warum, weiß ich nicht mehr. Vielleicht, weil diese Drecksviecher geschützt sind. Wo ist PETA hier? Wo ist PETA, wenn Rote Milane durch Windmühlanlagen tagtäglich verstümmelt werden und qualvoll daneben dann verenden? Im Grunde handelt es sich bei diesen Leuten um genau diejenigen Heuchler, die man eigentlich immer bei religiösen Fanatikern vorfindet.

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  2. von bananenbaer · 2.
    Ich wusste gar nicht ...

    ... dass es in Dänemark Bären , Wölfe und andere grosse Raubtiere gibt , die in Schweineställe eindringen und den Sauen ihre Ferkel auffressen .

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  3. von landfuerst · 3.
    Tierschutzklage

    Tierschutzverbände sollten hier unverzüglich tätig werden. PETA sollte sich aufmachen und die toten armes Ferkelbabys filmen, am besten noch im Geburtskanal.

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