Erbsen für Kühe?

Kleine Frucht mit großer Wirkung: Untersuchungen des Versuchsguts Köllitsch zeigen, dass die Erbse als heimische Frucht das Potenzial hat, die Proteinlücke zu schließen und sich dabei auch rechnet.

Bei der Suche nach alternativen Proteinfuttermitteln für die Wiederkäuerernährung rücken einheimische Körnerleguminosen, wie Erbsen, Ackerbohnen oder Lupine, in den Fokus. Wer sie in Milchkuhrationen sucht, wird jedoch selten fündig.

In den Hochleistungsrationen der sächsischen Rinder sind z.B. im Mittel nicht mehr als 0,2% des Proteinbedarfs durch einheimische Körnerleguminosen gedeckt. Bei Betrachtung der Erbse ist dafür vorrangig die mangelhafte Preiswürdigkeit gegenüber den Extraktionsschroten verantwortlich. Andere Hemmnisse sind zu geringe Erträge aufgrund von hohen Kornverlusten beim Mähdrusch, diverse Probleme durch einen hohen Druck von mikrobiellen Schaderregern und Insekten sowie die notwendige Anbaupause von zehn Jahren auf einer Fläche. Hohe Trocknungskosten und eine im Vergleich zu den Extraktionsschroten zu geringe Proteinbeständigkeit in den Vormägen der Wiederkäuer halten ebenfalls viele Landwirte davon ab, die Erbse in der Ration einzusetzen.

Das soll sich nun ändern: Ein vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördertes Projekt will im Rahmen der Eiweißinitiative unter dem Namen „SilaToast“ den Einsatz und die Preiswürdigkeit von Erbse und Ackerbohne steigern. Das soll die Frucht attraktiver für die Fütterungspraxis machen. Tierernährer des Lehr- und Versuchsguts (LVG) Köllitsch untersuchten mit Unterstützung durch die Professur für Tierernährung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine neue...


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen