Maissilage 2013 - Shredlage: Mehr Milch mit grober Maissilage? Premium

Eine neue Häckselstrategie aus den USA verändert die Struktur der Maissilage. Die Shredlage bringt angeblich mehr Milch. Geht das auch bei uns?

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Da schrauben ein paar amerikanische Tüftler die Hälfte der Messer aus einem Maishäcksler heraus, bauen einen anderen Corn-Cracker ein und produzieren eine Maissilage, von der die Kühe mehr fressen und bis zu 2 kg mehr Milch geben sollen. Sie taufen die Erfindung auf den Namen Shredlage und lösen einen Euphorie-Sturm in den USA aus.

Was ist Shredlage?

Das Geheimnis der Shredlage: Die Maispflanzen werden deutlich länger gehäckselt, dennoch werden alle Körner zerkleinert. Das soll gleichzeitig Strukturwirkung und Verdaulichkeit verbessern.

Die Produktion von Shredlage ist mit herkömmlichen Häckslern möglich. Allerdings ist die theoretische Schnittlänge von 19 auf 30 mm hochgesetzt. Dazu werden die Hälfte der Messer abmontiert und zusätzliche kreuz-geschlitzte Walzen (Körnerprozessor) installiert. Diese stehen in einem Abstand von 2,5 mm zueinander, bei konventionellen Verfahren beträgt der Abstand 3,0 mm.

Die Idee dabei: Das langfaserige Material verbessert die Strukturwirkung und erhöht die Zellwandverdaulichkeit. Der Anteil der sogenannten physisch-effektiven neutralen Detergentien-Faser (peNDF) in der Ration steigt. Das verbessert Pansenfunktion, Gesundheit und Milchfettgehalt. Gleichzeitig sollen bei der Shredlage-Produktion statt 50 rund 65 % der Stärke durch den Spalt zwischen den Walzen gepresst werden. Dadurch soll die Stärke deutlich feiner werden, was wiederum die Verdaulichkeit erhöht und die Verluste minimiert.

Beeindruckende Ergebnisse:

Ob sich diese Theorie in der Praxis bestätigt, hat Randy Shaver von der Universität in Madison (Wisconsin, USA) untersucht.

Dazu wurden 8 ha Mais zur Hälfte nach konventionellem Verfahren und zur anderen Hälfte nach dem Shredlage-Verfahren gehäckselt. Die beiden Silagen wurden in separate Siloschläuche gepresst. Nach einem Monat Silierdauer startete der Fütterungsversuch: Dazu erhielten 112 Kühe eine Totale-Mischration (TMR), die zu 50 % entweder aus Maissilage (Kontrolle) oder Shredlage (Versuch) bestand. Die übrigen 50 % der TMR setzten sich in beiden Gruppen aus 40 % Kraftfutter und 10 % Luzernenheu zusammen. Der durchschnittliche Laktationsstand beider Gruppen war nahezu ...

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