Bei „Grün“ kann besamt werden

Mithilfe von Bewegungsmeldern im Deckzentrum bestimmt das Rausche-Erkennungssystem „Pig Watch“ den optimalen Besamungszeitpunkt bei Sauen. Familie Möhlenhaskamp hat erste Erfahrungen mit dem Verfahren gesammelt.

Wann bei einer Sau die Rausche begonnen hat und wann sie zum ersten Mal besamt werden sollte, lässt sich oftmals nur schwer abschätzen. Vor allem in Betrieben ohne hormonelle Brunstunterstützung kommt es daher häufiger vor, dass die ein oder andere Besamung nicht zum optimalen Zeitpunkt erfolgt. Dadurch wird wertvolles Leistungspotenzial verschenkt, es werden unnötig viele Spermatuben benötigt, und der Zeitaufwand fürs Besamen steigt.

Auch Arndt Möhlenhaskamp aus dem niedersächsischen Steinfeld hat diese Erfahrung in seinem Betrieb mit 280 Sauen im Geschlossenen System bereits häufiger machen müssen. Daher war der 35-jährige Landwirt sofort ganz Ohr, als er vom neuen Rausche-Erkennungssystem „PigWatch“ der Firma Big Dutchman hörte.

Bewegung wird gemessen.

Eine Sensorleiste über den Besamungsständen misst dabei die Bewegungsaktivität der im Deckstall aufgestallten Sauen. Ein Rechner analysiert den Rauscheverlauf anhand dieser Daten und zeigt durch ein grünes Lichtsignal an, wenn der optimale Besamungszeitpunkt erreicht ist.

Grundlage für das System ist die Erkenntnis, dass rauschige Sauen eine ­erhöhte Aktivität aufweisen. Drei Infra­rotsensoren, die in einer schmalen Leiste über den Besamungsständen angebracht sind, erfassen daher jede Bewegung der Tiere. Am ersten Tag nach dem Absetzen werden die Daten allerdings noch nicht für die Rauscheanalyse verwendet. Denn durch die Trennung von ihren Ferkeln sind die Sauen zu...


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