„Die zweite Impfung entscheidet übers Geld“ Plus

Die Impfung gegen Ebergeruch wird derzeit bei rund 100000 Schweinen in der Praxis getestet. top agrar sprach mit Christa Niemann, Deutscher Bauernverband, über erste Ergebnisse.

Frau Niemann, in fünf Monaten dürfen männliche Ferkel nicht mehr betäubungslos kastriert werden. Wie sehen Sie die Marktchancen der derzeit zugelassenen Kastrationsalternativen?

Niemann: Der Absatzmarkt für Jungeber bleibt begrenzt, weil das Fleisch bei der Verarbeitung deutliche Nachteile aufweist. Neben den Geruchsauffälligkeiten ist auch die Fettqualität bei diesen Tieren nicht optimal.

Die Isofluran-Narkose ist für viele Betriebe eine Alternative, da jetzt mehrere Geräte zugelassen sind. Die männlichen Ferkel dürften uneingeschränkt vermarktungsfähig sein.

Bei der Injektions-Methode müssen wir abwarten. Fraglich ist, ob sich Tierärzte finden, die genug Personal zur Verfügung haben, um die Narkose zu setzen. Zudem muss sich erst noch herausstellen, ob und wie sich das Verfahren in die Arbeitsabläufe der Betriebe integrieren lässt (Anm. der Redaktion: Mehr dazu ab Seite S4 in dieser Ausgabe).

Bei der Immunokastration mit Improvac bestehen vor allem seitens der Abnehmer weiterhin Bedenken. Dabei ist das Fleisch der geimpften Tiere qualitativ dem Fleisch von Sauen oder Kastraten gleich zu setzen.

Sie stehen mit Betrieben im Austausch, die mit...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen