Smart und stark Premium

Eine Schönheit ist das Outdoor-Smartphone CatS61 nicht. Aber für den robusten Alltag im Stall eignet es sich besser als viele Lifestylehandys. Gute Bilder liefert die Wärmebildkamera.

Staub, Schmutz und vor allem Feuchtigkeit sind Gift für viele gängige Smartphones und Mobiltelefone. Deutlich robuster sollen sogenannte Outdoor-Smartphones sein. Aber sind sie deshalb auch für den Einsatz im Schweinestall geeignet? Ich wollte es ganz genau wissen und habe mir für die nächste „Caro testet“-Folge ein CatS61 bestellt.

Das Outdoor-Smartphone soll im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten wasser-, staub- und schmutzdicht sein und sogar einen Sturz aus 1,80 m Höhe überleben. Zusätzlich punktet das Telefon des Herstellers „CAT-Phones“ mit nützlichen Features. Dazu gehören die eingebaute Wärmebildkamera, ein Sensor zur Raumluftüberwachung und ein Laser, mit dem man Entfernungen messen kann.

Vor allem die Wärmebildkamera und die Raumluftüberwachung haben mich neugierig gemacht. Beides kann jeder Landwirt gut im Stall gebrauchen, denke ich. Meinen Test führe ich im Abferkel- und Maststall eines Betriebes mit Sauenhaltung und Mast durch. Bei der Auswertung der Wärmebilder und der Raumluftqualität unterstützt mich Johannes Strukamp, er ist Klimaberater beim Erzeugerring Westfalen.

Nicht schön, aber praktisch

Um es gleich vorweg zu sagen: Freunde schönen Designs wird der erste Blick auf das CatS61 ernüchtern. Verglichen mit den hauchdünnen Highend-Geräten anderer Hersteller ist das CatS61 ein „dicker Klotz“. Bei Abmessungen von 163x78 mm und einer Dicke von 13 mm passt es zwar in die Overall- und Brusttasche, das Gewicht von 250 g spürt man bei der Arbeit aber deutlich.

Was solls, beim Einsatz im Stall kommt es nicht auf das Design und das Gewicht des Smartphones an, sondern es zählt, wie robust das Gerät ist. Im Abferkel- und Maststall checke ich, ob das CatS61 tatsächlich wasser- und staubdicht ist. Vorab kontrolliere ich alle Anschlüsse wie Klinkenstecker, Ladebuchse und SD-Karte. Diese müssen fest verschlossen sein.

An der Ferkeltränke in der Abferkelbucht drücke ich auf den Nippel und mache das Smartphone erst einmal richtig nass. Dann wälze ich es noch in Ferkelfutter. Ergebnis: Auch nach der Tortur funktioniert das Telefon, selbst in diesem Zustand kann ich problemlos durch das Menü scrollen. Unter fließendem Wasser saubergemacht, sieht das Smartphone anschließend sogar wieder wie neu aus. Nur an der Kamera auf der Rückseite und am Lautsprecher bleiben ein paar Futterreste hängen, die aber schnell trocknen und sich dann entfernen lassen. Den ersten Härtetest hat das Gerät mit Bravour bestanden.

Hart im Nehmen

Viele Smartphones von Schweinehaltern sind schon im Güllekeller gelandet, weil die kleinen, flachen Geräte durch die Spalten gerutscht sind. Kann das...

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Artikel geschrieben von

Caroline Jücker

Volontärin Schweinehaltung

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