Die Silphie erobert den Süden

In Süddeutschland boomt der Anbau der Durchwachsenen Silphie als Alternative zum Energiemais. top agrar-Südplus sprach mit Pionieren der Becherpflanze.

Das Jahr 2015 war ein Jahr für die Durchwachsene Silphie: „Die Energiepflanze konnte bei uns ihre Überlegenheit gegenüber dem Mais deutlich ausspielen“, erklärt Ralf Brodmann und gerät ins Schwärmen. „Einfacher Anbau, gute Erträge, eine gewisse Trockenheitsresistenz und ein sehr guter Deckungsbeitrag“, fasst er die wichtigsten Vorzüge der Dauerkultur zusammen. Und sogar in der Rinderfütterung gebe es erste positive Erfahrungen mit Silphie-Silage (Kasten).

Brodmann bewirtschaftet mit seinem Schwager Thomas Metzler in der Metzler & Brodmann KG in Hahnennest-Ostrach (Lkr. Sigmaringen) rund 150 ha Ackerland und 500 Mastplätze. Auf die Idee, die gelb blühende Pflanze aus Nordamerika als Alternative zum Energiemais anzubauen, hat ihn ein Kinder-Kartenspiel gebracht. Daraus ist mittlerweile ein neues Geschäftsfeld mit aktuell 80 ha Anbau­fläche entstanden, wovon er 30 ha im Vertrag anbauen lässt.

Mit seiner Euphorie hat Brodmann einige Berufskollegen angesteckt: „Mit so viel Anfragen habe ich nicht gerechnet.“ So war es nicht schwer, weitere 30 Landwirte zu finden, die für ihn 2016 auf dann 160 ha Silphie anbauen.

Projekt Donau-Silphie:

Den Großteil des Aufwuchses liefert der Unternehmer zur Silierung an die benachbarte Biogasanlage des Energieparks Hahnennest, an der Metzler beteiligt ist. Der Rest dient der...