„Eine bessere Lösung gibt es nicht!“ Premium

ProBiene sieht das Eckpunktepapier der Landesregierung zum Artenschutz als gangbaren Weg an. Bei den Bauern ist es umstritten. Aus Sicht von Agrarminister Peter Hauk ist es alternativlos.

Herr Hauk, in Ihrem Eckpunktepapier haben Sie zwar das Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten – den Hauptkritikpunkt der Bauern am Volksbegehren – aus dem Weg geräumt. Zufrieden ist die Praxis mit den pauschalen Reduktionszielen beim Pflanzenschutz aber nach wie vor nicht...

Peter Hauk: Das verstehe ich. Aber der Unterschied ist, dass es kein Ziel ist für den Einzelbetrieb, sondern eine Zielvereinbarung der Landesregierung. Kein Einzelbetrieb muss 30, 40 oder 80 % Pflanzenschutzmittel reduzieren, es wird in diesem Zusammenhang keine Ge- und Verbote geben und keiner wird haftbar gemacht. Wir als Landesregierung werden mithilfe der Förderung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass möglichst viele an diesem Ziel mitwirken. Ich persönlich sehe dazu einen Strauß an flexiblen Maßnahmen. Allein der technische Fortschritt bringt uns deutlich voran.

Wäre es ohne eine konkrete Zahl zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln nicht gegangen?

Hauk: Nein, das wäre es nicht. Das hätte der Trägerkreis des Volksbegehrens als Alternative nicht akzeptiert.

Wie ist das pauschale Reduktionsziel von 40 bis 50% bis 2030 in Ihrem Papier überhaupt entstanden, wenn es bisher noch nicht einmal Zahlen zur Gesamtmenge gibt?

Hauk: Das Volksbegehren sah vor, dass mindestens 50% der Fläche bis 2025 komplett ohne Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet werden sollen. Das heißt, zu den Landschaftsschutzgebieten, die 30% der Fläche ausmachen, wären weitere 20% hinzugekommen. Auf der Hälfte der Fläche wäre somit faktisch keine Landbewirtschaftung mehr möglich gewesen! Wir...

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