Grünland: Ihre To-do-Liste für dieses Frühjahr Plus

Vor allem flachgründiges Grünland sieht in diesem Frühjahr verheerend aus. Was kann man tun? Prof. Martin Elsäßer vom LAZBW Aulendorf gibt Tipps.

Hitze und Trockenheit haben die Grünlandflächen im letzten Jahr vielerorts extrem geschädigt. Besonders auf flachgründigen Böden ist teilweise nicht mehr viel von einer einst leistungsfähigen Gasnarbe übrig. Was ist zu tun? Und vor allem, kann man etwas tun, ohne genau zu wissen, wie sich die Bestände weiterentwickeln?

Pflanzen reagieren unterschiedlich

Die extreme Trockenheit des letzten Jahres bedeutete nicht nur für die Landwirte einen extremen Stress. Auch die Pflanzen im Grünland litten erheblich unter der Dürre. Allerdings weisen die verschiedenen Arten sehr unterschiedliche Mechanismen auf, mit denen sie auf Stress reagieren.

Teilweise sind die Reaktionen genetisch bedingt, teilweise sind es auch physiologische Reaktionen, die bei vielen Pflanzen gleich ablaufen. Dabei war die Situation im Jahr 2018 weit schwieriger als in den Vorjahren. Hätte man wie in den Jahren zuvor noch darauf setzen können, dass es im Spätsommer ausreichend Wasser für die Nachsaat gibt, war es 2018 auch im Frühherbst immer noch viel zu trocken dafür. Wer trotzdem gesät hat, muss jetzt die Ansaat dringend kontrollieren. Überhaupt ist als erster Schritt im Frühjahr das Erfassen der Situation wichtig.

1. Analyse: Wie sieht der Bestand tatsächlich aus?

Bestimmen Sie zunächst den Lückenanteil anhand des Aulendorfer Nachsaatschemas (Übersicht 1). Sind in den Lücken zudem hartnäckige Unkräuter eingewandert? Was ist mit der Gemeinen Rispe passiert? Wie sind die Bestände über den Winter gekommen und haben Schneeschimmel und Mäuse den Beständen zusätzlich zugesetzt? Welche Pflanzenarten sind noch übrig und könnten sie im Verlauf des Frühjahres einen guten Grünlandbestand bilden?

2. Die richtige Maßnahme zur rechten Zeit

Je nach Höhe des Lückenanteils folgen weitere Maßnahmen. Wenn mehr als 20% Lücken vorhanden sind, sollten Sie bereits vor dem ersten Aufwuchs ansäen.

Allerdings ist im ersten Aufwuchs meist mit einer hohen Konkurrenz durch den vorhandenen Altbestand zu rechnen. Zudem steht noch die organische Düngung an. Neu aufwachsende Keimlinge werden dann leicht verätzt und am guten Wachstum gehindert. Daher Gülle – wenn irgend möglich – gut verdünnen und unbedingt...


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