Gebraucht-Pflüge: So finden Sie alle Macken! Premium

Der Pflug ist auf vielen Betrieben die Nummer 1 bei der Grundbodenbearbeitung.Doch viele Landwirte scheuen sich,15 000 bis 20 000 DM für einen neuen Vierscharpflug auszugeben.Diese Praktiker sehen sich lieber auf den Gebrauchtmarkt um,wo es teils hoch interessante Angebote gibt. Doch wenn Sie einen gebrauchten Pflug kaufen möchten,sollten Sie schon etwas Geduld mitbringen:Denn bei Gebraucht-Pflügen müssen Sie länger suchen und eventuell Kompromisse machen,bis Sie das passende Gerät finden.Dazu kommen Verschleiß und versteckte Mängel,wie z.B.ein verzogener Rahmen oder Harisse in den Schweißnähten,die Ihnen den Spaß an Ihrem Schnäppchen gründlich verderben können. Haben Sie beim Händler oder im Wochenblatt einen passenden Pflug gefunden,checken Sie ihn auf Herz und Nieren. Am besten arbeiten Sie sich dabei systematisch von den Koppelpunkten bis zum Stützrad vor. Das wirkliche Alter des Pfluges ist oft nur schwer zu schätzen.Falls Sie ganz sicher gehen wollen,wie alt der Pflug ist, schreiben Sie sich die Fabrikationsnummer auf und erkundigen Sie sich direkt beim Hersteller.Wichtiger als das Her-stellungsdatum ist aber natürlich die bisher erreichte Flächenleistung. Achten Sie besonders auf die Verschleißteile.Nur wenn Sie sich für ein gängiges Modell eines bekannten Herstellers entscheiden,können Sie sicher sein, dass es auch die passenden Ersatzteile gibt.Im Zweifelsfall z.B.bei Exoten oder besonders seltenen Modellen sollten Sie das prüfen,bevor Sie den Pflug endgültig kaufen. Turm auf Risse und Dreh1 werk auf Spiel prüfen Die Koppelpunkte müssen zur jeweiligen Kategorie des Schlepperkrafthebers passen.Achten Sie auf den Verschleißzustand der Kuppelwelle bzw.-bolzen.Hier können Sie in etwa die bisherige Flächenleistung des Pfluges abschätzen.Durchgehende Wellen dürfen kein deutliches Spiel haben und sollten sich nicht nennenswert seitlich verschieben lassen.Geschraubte Kuppelbolzen müssen fest sitzen und dürfen nicht verbogen sein.Wenn die Kuppelwelle bzw.-bolzen neu sind,sehen Sie sich die Verschleißspuren an den Oberlenkerbohrungen,und vor allem am Langloch an. Prüfen Sie die Schweißnähte am Dreipunktbock auf Harisse.Ein deutliches Zeichen für eine Rissbildung ist plattig abgeplatzte Farbe.Ist der Pflugturm gar frisch lackiert,sollten Sie besonders sorgfältig nach Schäden suchen. Wenn möglich hängen Sie den Pflug an Ihren Schlepper und probieren aus, wie beides zusammenpasst.Denn die Hubwerkskinematik ist oft sehr unterschiedlich:Bei einigen Schleppern wird der Pflug bis dicht hinter die Kabine ausgehoben,und die Heckscheibe kann zerstört werden.Andere Traktoren heben den Pflug nicht weit genug aus.Ohne Rahmeneinschwenkung lassen sich vier-und fünffurchige Pflüge mit großer Arbeitsbreite hier nur schlecht drehen. Das Drehwerk neuerer Pflüge ist meistens so robust,dass es hier kaum Problemen gibt.Kontrollieren Sie trotzdem das Spiel der Lager.Dazu drehen Sie den Pflug,während Sie die Wellenlagerung beobachten.Noch besser:Der Pflug wird abgehängt und der Hydraulikzylinder so entlastet,dass der Pflug nicht mehr an den Neigungsanschlägen anliegt.Jetzt können Sie am Pflugturm rütteln und so nach Lagerspiel suchen. Bei den meisten Pflügen sind Kegelrollen-Lager montiert,die wie eine Radlagerung mit einer Mutter nachgestellt werden können.Nadellager mit deutlichem Spiel müssen ausgetauscht werden. Sehen Sie sich auch die hintere Unterseite des Lagerrohrs an.Nach brachialen Straßentransporten durch Schlaglöcher kann es hier vor allem bei größeren Pflügen besonders älterer Bauart zu Rissen kommen. Der Drehzylinder wird mehrfach betätigt.Dabei achten Sie auf Undichtigkeiten,vor allem an der Kolbenstange.Prüfen Sie diesen...

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