Ein Riese gibt Gas Plus

Einige Landwirte nutzen Riesenweizengras bereits als alternative Biogaskultur. Für hohe Erträge bei geringer Verunkrautung ist aber das richtige Schnittmanagement entscheidend.

Erosions- und Grundwasserschutz, das Vermeiden von trockenheitsbedingten Ertragsausfällen oder zur Anbaudiversifizierung (Mais-Deckel) – dies sind nur einige Gründe, warum sich Riesenweizengras gut eignet, um den Substratmix in Biogasanlagen zu ergänzen.

Als mehrjährige Kultur (Status Dauerkultur, geht nach fünf Anbaujahren nicht in Dauergrünland über) bildet es ein tiefes und verzweigtes Wurzelsystem. Dies bietet neben dem klassischen Erosionsschutz auch den Vorteil, dass das Gras tiefer liegende Wasserschichten erschließen kann. Das sichert ein Überdauern in sommerlichen Trockenphasen und schützt gleichzeitig Stickstoff vor Auswaschung.

Erste Wasserversorger haben diese Vorteile erkannt und fördern in einigen Gebieten zur Trinkwassergewinnung den Anbau von Riesenweizengras. Landwirte, die es bereits anbauen, schätzen vor allem die geringen Kosten und die einfache Kulturführung. Spezialtechnik ist nicht erforderlich.

Doch neben vielen positiven Erfahrungen gibt es auch einzelne negative Berichte aus der Praxis. Von unbefriedigenden Erträgen oder unter Unkräutern zusammenbrechenden Beständen ist teilweise die Rede.

Schnittregime im Test

Um den geschilderten Problemen nachzugehen, wurde auf Haus Düsse über mehrere Jahre ein Versuch durchgeführt (unterstützt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft). Ziel war es, die Auswirkungen des Schnittmanagements auf Biomasseerträge und Methanausbeuten zu untersuchen. Dazu wurden die Sorten Alkar, Dundas, Greenstar und Hulk ausgesät und einer unterschiedlichen...

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