Rüben – ohne weite Fruchtfolge geht es nicht Plus

Um in der aktuell angespannten Situation mit der Zuckerrübe Geld zu verdienen, gilt es, ackerbauliche Potenziale neu zu bewerten. Welche das sind, erklärt Gerrit Hogrefe.

Die Zuckerrübe hat einen beispiellosen Sturzflug hingelegt. Die Königin der Feldfrüchte entwickelte sich in kürzester Zeit zu einer Kultur von vielen. Ihre wirtschaftliche Vorzüglichkeit büßte sie nicht nur wegen fallender Preise an den Zuckermärkten ein. Auch die Erträge ließen vor allem im vergangenen Dürrejahr fast bundesweit zu wünschen übrig. Teils erzielten die Anbauer nicht einmal mehr eine schwarze Null.

Für die laufende Kampagne werden wieder unterdurchschnittliche Erträge erwartet. Dazu kommen steigende Kosten durch den verstärkten Insektizideinsatz (Verbot der neonicotinoiden Beizen). Der Druck bleibt damit hoch. Um den Rübenanbau wirtschaftlich zu halten, ist es wichtig, wieder Höchsterträge zu erzielen. Dafür gehört vor allem die Fruchtfolge auf den Prüfstand.

Vier Jahre Anbaupause

Insbesondere die engen Fruchtfolgen (Rübe – Weizen – Weizen), wie sie in fabriknahen Bördegebieten nicht unüblich sind, muss man kritisch hinterfragen. Eine nur zweijährige Anbaupause führt zu Ertragsabschlägen von mindestens 10%. Ein Verlust, der derzeitig kaum tolerierbar erscheint.

Selbst bei vierjährigem Anbau (drei Jahre Anbaupause) sind noch wenigstens 5% Minderertrag zu kalkulieren. Erst nach vier Jahren ohne Rüben lässt sich das maximale Ertragspotenzial wieder ausschöpfen. An einer Erweiterung der Fruchtfolge geht also kein Weg vorbei.

Zusätzliche Blattfrucht

Soll die Fruchtfolge erweitert werden, gilt es aber gleichzeitig, einen zu hohen Anteil an Stoppelgetreide zu vermeiden. Daher ist es unumgänglich, eine weitere Blattfrucht einzubringen. Die Rübenfruchtfolge könnte sich an folgendem Schema orientieren: Rüben – Getreide – Blattfrucht – Wintergetreide – Wintergerste. Ob es sich bei der...

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