BWV

Düngeverordnung: Ausnahmegenehmigung für Ausbringtechnik im Einzelfall

Rheinland-Pfalz: Wenn ein Landwirt belegen kann, dass die bodennahe Gülleausbringung für ihn unzumutbar ist, kann er eine Sondergenehmigung für den Weiterbetrieb alter Technik erhalten.

Nach den Vorgaben der Bundesdüngeverordnung dürfen im Falle von bestelltem Ackerland seit dem 1. Februar 2020 flüssige organische Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff (Gülle, Jauche, Gärsubstrate, etc.) nur noch streifenförmig auf dem Boden aufgebracht oder direkt in den Boden eingearbeitet werden.

Betriebe, die hierzu nicht in der Lage sind, können in begründeten Fällen bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier einen formlosen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen, teilt der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau mit. Der Antrag muss schriftlich erfolgen und eigenhändig unterschrieben sein.

Die Adresse lautet: ADD, Referat 42, Willy-Brandt-Platz 3 in 54290 Trier.

Die ADD ist verpflichtet, jeden Antrag einzeln zu prüfen. Aufgrund der Einzelfallprüfung ist laut BWV mit mehreren Tagen Bearbeitungszeit zu rechnen. Daher muss der Antrag rechtzeitig vor der Aufbringung erfolgen.

Im Antrag muss eine eindeutige Begründung angegeben werden, warum es dem Betrieb unzumutbar ist, die streifenförmige Aufbringung anzuwenden. Hilfreich sind Angaben über Gesamtbetriebsfläche, Anteil der stark hängigen Flächen, Kulturarten mit Anbauumfang, Wirtschaftsdüngerart und –analyse, vorhandene Technik, Verfügbarkeit von Lohnunternehmen oder Maschinenringen etc. Die Erteilung der Ausnahmegenehmigung unterliegt dem Gebührenverzeichnis der ADD, so der Bauernverband aus Rheinland-Pfalz.


Diskussionen zum Artikel

von Bernhard Und Marlene Seng

was soll das

DüVo hin oder her, Schleppschlauch ist für kleiner Betriebe und für Grünlandbetriebe in Hanglagen wo der Boden nicht berechenbar nicht zumutbar. Nun sollen wir wieder bürokratisch Antrag stellen, der lange zeit in Anspruch nimmt und niemand nutzt.

von Bernd Schmitz

Endlich ein Bundesland

dass die Unterschiedlichkeit und damit Vielfalt unserer Betriebe aufgreift. Selbst innerhalb der Grenzen unserer Bundesländer sind die Strukturen in der Landwirtschaft derart unterschiedlich, dass ein individueller Weg sehr sinnvoll ist. Noch besser wäre es dann endlich auch den Mut zu ... mehr anzeigen

von Frank Groenewold

Einzellfallprüfung nach mehreren Tagen Genehmigung ,würde eher sagen nach Monaten.

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