Forschungsprojekt

Mehr Umweltschutz durch verbesserte Vertragsmodelle

Zur Förderung der Akzeptanz und Verbreitung von Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen will ein neues Forschungsprojekt innovative Vertragsmodelle entwickeln.

Wie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) dazu mitteilte, soll zugleich aufgezeigt werden, wie die zukünftigen Rahmenbedingungen in der Agrarpolitik aussehen müssen, damit die entwickelten Modelle auch vermehrt umgesetzt werden können. „Unser Ziel ist es, Landwirten verbesserte Anreize zu geben, Umweltschutzmaßnahmen in ihre Betriebe zu integrieren. Dafür entwickeln wir neue Vertragsmodelle, die es gleichzeitig effektiver und einfacher machen sollen, die Rentabilität der Betriebe mit den Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen“, erklärte die Leiterin des Projektes am ZALF, Prof. Bettina Matzdorf.

Nach Angaben des Leibniz-Zentrums bevorzugen Landwirte bisher meist aus finanziellen Gründen die Produktion und Bereitstellung von Nahrungsmitteln oder Biomasse, was wiederum zu negativen Umwelteinflüssen wie Bodenerosion oder Nitratauswaschung führen kann. Mit den neuen Vertragsmodellen sollten diese negativen Folgen verringert werden. Dazu werden dem ZALF zufolge vier Ansätze näher untersucht, zu denen neben ergebnisbasierten Umweltzahlungen auch kooperative Vertragsmodelle mit mehreren Landwirten, an bestimmte Landtitel oder Pachtrechte geknüpfte Zahlungen sowie Modelle zur Vernetzung der Akteure über die Wertschöpfungskette gehören.

Das Projekt „Contracts2.0“ wird vom ZALF koordiniert, vereint 27 Partner aus zwölf verschiedenen EU-Ländern und wird durch das EU-Förderprogramm „Horizon 2020“ gefördert. In den kommenden Jahren werden nach Institutsangaben zuerst eine Bestandsaufnahme und eine Analyse der bestehenden Vertragsmodelle erstellt, bevor neue Modelle entwickelt und im Feld getestet werden. Insgesamt würden in neun verschiedenen Ländern elf sogenannte „Contract Labs“ eingerichtet, drei davon in Deutschland. Um herauszufinden, wie die künftige Agrarpolitik ausgestaltet werden sollte, würden zusätzlich mehrere „Policy Innovation Labs“ eingerichtet. AgE

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