Den Haag

Niederlande exportieren mehr Phosphat und Stickstoff nach Deutschland

1,31 Mio t Tierdung haben die Niederländer von Januar bis September 2019 nach Deutschland geliefert. Das ist etwas weniger als im letzten Jahr

Die Bedeutung von Deutschland als Absatzmarkt für niederländischen Tierdung hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres zwar mengenmäßig insgesamt etwas abgenommen; allerdings erhöhte sich unter dem Strich das Liefervolumen an Phosphat und Stickstoff.

Wie der aktuellen Statistik der niederländischen Unternehmensagentur (RVO) zu entnehmen ist, führte das Nachbarland von Januar bis September 2019 insgesamt rund 2,52 Mio t Tierdung in andere Länder aus; das waren 4,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Wichtigstes Bestimmungsland war laut RVO wie in den Vorjahren Deutschland, und zwar mit rund 1,31 Mio t. Diese Menge bedeutete gegenüber den ersten drei Quartalen 2018 ein Minus von 1,1 %.

Allerdings erhöhte sich die mit dem Wirtschaftsdünger in die Bundesrepublik gelieferte Phosphatmenge um 3 % auf 11.250 t und die Stickstoffmenge um 4 % auf 14.660 t.

Die betreffenden Fünfjahresdurchschnitte wurden indes um 28 % beziehungsweise 20 % unterschritten. Der Agentur zufolge entfiel der größte Teil der deutschen Wirtschaftsdüngereinfuhren aus Holland mit rund 697 000 t auf entsprechende Dünger gemischten Ursprungs, von denen 11 % mehr als im Vorjahr importiert wurden. Dagegen wurde für Schweinegülle ein Minus von 13 % auf 318.000 t verzeichnet.

Drittwichtigster Dünger nach Tierarten war Geflügelmist mit 185.000 t, was den Haager Fachleuten zufolge einem Plus von 13 % entsprach. Sehr kräftig gingen indes die Ausfuhren von Pferdemist zurück, und zwar um 36 % auf 99.000 t. Außerdem brachten die Niederländer 14.000 t Rinderdung über die Grenze, was ein Minus von 4 % bedeutete.


Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Krank,

einfach nur krank.

von Hans-Peter Mahler

Grundwasser

Da wir ja das schlechteste Grundwasser aber das beste Trinkwaser in der EU haben. Bitte die Gülle in Holland lassen ,die haben nähmlich kein Nitratproblem. Oder liegt das etwa nur daran das Falsch gemeldet wurde.

von Bernhard ter Veen

SOFORT

aber sowas von SOFORT VERBIETEN. Wir sollen deren Scheiss-Problem lösen und müssen mit Fortwährenden Auflagen und Sanktionen kämpfen... Was für ein Schwachsinn dieses noch länger zu akzeptieren. Transporte abfangen und ZURÜCKSCHICKEN.

von Gerd Uken

@ Münzebrock

Was würden sie als reiner Ackerbauer machen- doch den Dünger nehmen der nun mal am günstigsten angeboten wird......sonst kann ich mir das nicht erklären?! Niedersachsen hat auf jeden Fall schon selber zu viel ....

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Die Holländer...

Die Holländer verklappen immer noch ihre Überschüsse in Deutschland? - dabei haben wir in unserem Land schon genügend Probleme. Unsere Landwirte suchen händeringend Betriebe, die Wirtschaftsdünger aufnehmen, neue Techniken werden erprobt und die Auflagen immer höher. Nach meiner Meinung muss der "Gülletourismus" aus Holland ein Ende finden.

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