ECHA

EU will Kalkstickstoff Zulassung als Düngemittel entziehen

Die EU will den Einsatz von Kalkstickstoff als Düngemittel verbieten, weil er nicht für die Verwendung als Pflanzenschutzmittel zugelassen ist. Eventuell könnte es eine Ausnahme für Granulat geben.

Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) wird sich voraussichtlich gegen die Verwendung von Kalkstickstoff als Düngemittel aussprechen. Wie ein Sprecher der in Helsinki ansässigen Behörde in der vergangenen Woche gegenüber AGRA-EUROPE erklärte, könnte es allerdings eine Ausnahme für die Verwendung als Granulat in einem geschlossenen System geben.

Eventuelle Anwendungsbeschränkungen sollen nach Empfehlung der Wissenschaftler außerdem zunächst nur für einen Zeitraum von 36 Monaten nach Inkrafttreten gelten. Laut dem ECHA-Sprecher handelt es sich indes noch um eine vorläufige Einschätzung. Aktuell sei man dabei, das auf Basis einer im März abgeschlossenen wissenschaftlichen Konsultation erstellte Dossier in den Ausschüssen der ECHA zu erörtern. Abschließende Ergebnisse würden gegen Ende des Jahres erwartet und sollten dann der Europäischen Kommission zur Entscheidung...


Diskussionen zum Artikel

von Otto Klapfenberger

Drahtwurm

Da ich gerade zusehen musste, wie der Drahtwurm - durch den Wegfall von Mesurol als Beize mit bis zu 45% Wirkung - einen Teil meiner Maisflächen zerstörte, und mir nichts anderes übrigblieb als nachzusäen (in der Hoffnung das er dieses mal schnell davonwächst), bleibt nichts anderes ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

ECHA ächten und auflösen,

die ist allem Anschein nach fest in der Hand der NGOs. Unsere Regierung auch.

von Bernhard ter Veen

erstmal

damit anfangen den Verkauf von Unkrautvernichter an Private Haushalte und nicht-Landwirtschaftliche Gewerbe Treibende ,ohne Landwirtschaftliche Fachausbildung, zu VERBIETEN... wenn man hinschaut wieviel davon in handlichen Kleingebinden in den Regalen von Baumärkten usw stehen...

von Gerhard Steffek

Unkrautvernichtung!!!

Ich habe heute bei uns in der Stadt eine Frau von der Stadtverwaltung vor eben dieser mit einem Gasbrenner hantieren sehen. Mit dem hat sie das Unkraut zwischen den Pflastersteinen verbrannt. Hanebüchen, wie sie das gehandhabt hat. Von Fach- und Sachverstand war diese Frau weit ab. Der ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Beim Glyphosat hatte die ECHA noch Verstand und Zivilcourage.

Beim Kalksticksoff haben sie beides verloren. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die ECHA zugibt, sich beim Glyphosat geirrt zu haben. Als Begründung wird, wie beim Kalkstickstoff, der Konjunktiv zweckentfremdet werden müssen. Als ob Europa keine anderen Sorgen hätte.

von Bernd Keil

zurück in die Steinzeit

Überall wird auf Hightech gesetzt, nur die Landwirtschaft und damit die Lebensmittelproduktion soll wie in der Steinzeit arbeiten. Wir verlieren nach und nach viele Wirkstoffe, jetzt geht es gegen den KSS .... d. h. im Umkehrschluß wir sind chemisch technologisch ca im Jahr 1900 ... mehr anzeigen

von Wilhelm Eggert

Reichlich spät !

Ich wundere mich das diese kluge Agentur erst jetzt zu einem Verbot kommen möchte. Das die Personen die schon vor !00 Jahren Kalkstickstoff mit der Hand gestreut haben inzwischen verstorben sind hätte schon früher auffallen müssen. Ironie off !

von Martin Schmid

Bitte an die topagrar Redaktion

Recherchieren sie doch bitte die angegebenen Zahlen nochmals nach. Vor Allem würde mich interessieren, wo die 77.000to die nicht als Düngemittel eingesetzt werden, Verwendung finden. Des Weiteren stellt sich die Frage, warum die Angabe von 0,2% der Ackerfläche gemacht wird, wenn doch ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Das kann unser kleines Onlineteam leider nicht leisten, deshalb kaufen wir ja News zu (und schreiben nicht ab). Für die gedruckte top agrar würden wir dagegen selbst tiefer recherchieren.

von Andreas Gerner

Dann sofort auch

die "Pflanzenstärkungsmittel" Komposttee oder Brennesseljauche u.Ä. verbieten!

von Andreas Gerner

Was erreicht die EU damit?

Dass mehr "echte" PSM eingesetzt werden.

von Andreas Gerner

Dann muss aber die Frage erlaubt sein,

warum gerade im Bio Bereich Stoffe eingesetzt werden dürfen, denen ebenfalls "eine Reihe von sekundären Wirkungen zugeschrieben" wird, aber die keine Zulassung als PSM haben. Z.B. Netzschwefel und Kupfer.

von Gerhard Steffek

verlieren unsere Praktiker immer mehr den Glauben an diese Institutionen!

Den habe ich schon längst verloren. Diese Entscheidung ist nur wieder eine weitere Bestätigung dessen. Noch dazu wenn man bedenkt wie gering die behandelte Fläche ist, wie wenig die aufgewendete Meng (wo bleibt eigentlich der Großteil der Produktion ab?), dann wird deutlich, daß hier ... mehr anzeigen

von Diedrich Stroman

Gute fachliche Praxis!?

Die zählt schon lange nicht mehr, es ist doch so, die Symbiose zwischen Politik und Verwaltung ist den gewählten Volksvertreter schon lange aus den Händen geglitten! Was in der Menschheit die Kriege zerstört haben, man fing wieder neu von vorn an, erledigt nun im zwanzigsten ... mehr anzeigen

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