Windenergie

Eilmeldung: Erneut sehr niedrige Beteiligung bei Windausschreibung

Die Windkrise hält an: Bei der jüngsten Ausschreibung für Windenergie an Land gab es nur 41 Gebote. Die ausgeschriebene Leistung war um mehr als die Hälfte unterzeichnet.

Mit nur 41 Geboten mit einem Volumen von 295 Megawatt war auch die jüngste Ausschreibungsrunde vom 1. Mai 2019 für Windenergie an Land deutlich unterzeichnet: Die ausgeschriebene Menge betrug 650 Megawatt. „Das Wettbewerbsniveau für die zweite Ausschreibungsrunde 2019 erreicht mit einer Unterzeichnung von 55 Prozent eine neue besorgniserregende Dimension. Die schwierige Lage bei den Genehmigungen zur Errichtung von Windenergieanlagen durch die zuständigen Landesbehörden prägt weiterhin maßgeblich das Ausschreibungsverfahren und -ergebnis“, teilte die Bundesnetzagentur heute mit.

Zuschlagswert liegt leicht über der Vorrunde

Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 6,13 ct/kWh leicht über dem Ergebnis der Vorrunde (6,11 ct/kWh). Die Bandbreite der erfolgreichen Gebote liegt zwischen 5,4 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh (Vorrunde: 5,24 bis 6,20 ct/ kWh).

Von den 41 Geboten mussten sogar noch sechs aufgrund fehlender Teilnahmeberechtigungen ausgeschlossen werden. Alle 35 zugelassenen Gebote mit einem Volumen von 270 Megawatt erhielten einen Zuschlag. Zwei Zuschläge gingen an Bürgerenergiegesellschaften. Regional betrachtet, verteilten sich die Zuschläge mehrheitlich auf Gebote in Nordrhein-Westfalen (10), Niedersachsen (7), sowie Brandenburg und Thüringen (jeweils 5). Süddeutschland war lediglich mit einem erfolgreichen Gebot in Bayern vertreten.

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Die Ursachen für das magere Ergebnis der jüngsten Ausschreibungsrunde sind vielfältig. Die Branche sieht vor allem die Politik in Verzug.

Vier Bioenergieverbände appellieren an die Bundesregierung, die Gebotshöchstwerte anzuheben und kurzfristig administrative Hemmnisse im Ausschreibungsverfahren abzustellen.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Windmühlen

Sehr gute Entwicklung!!!!

von Gerhard Steffek

Na Bravo!

Je weniger Windkraft, umso eher wird die Kohle noch gebraucht. Die Lobbyarbeit von RWE, Eon & Co. zeigt Wirkung. Damals war ja Gabriel noch der Wirtschaftsminister....

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