Strommarkt

Auftrieb für die Ökostromvermarktung Premium

Bei der Regelenergievermarktung könnte das nachteilige Mischpreisverfahren bald durch Regelarbeitsmärkte abgelöst werden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt den Vorschlag.

Die Bundesnetzagentur will die Vermarktungsvorschriften für die Regelenergie ändern. Statt des im Oktober 2018 eingeführten Mischpreisverfahrens sollen Regelarbeitsmärkte eingeführt werden. Die Regelenergie gleicht Frequenzschwankungen im Stromnetz aus, die sich aus den verbleibenden Abweichungen zwischen Verbrauch und Produktion ergeben, die nicht über Angebot und Nachfrage auf den Strommarkt ausgeglichen wurden. Dies sind vor allem ungeplante Ereignisse, wie z.B. Kraftwerksausfälle, aber auch nicht vermeidbare leichte Bilanzkreisabweichungen aufgrund von Prognoseungenauigkeiten beim Verbrauch und der Erzeugung von Strom.

Bis Oktober 2018 haben Regelenergieanbieter einen Leistungspreis in €/MW und einen Arbeitspreis in €/MWh für Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung geboten. Die Anbieter mit dem günstigsten Leistungspreis haben den Zuschlag erhalten. Wurde Regelenergie benötigt, wurden zuerst diejenigen Anlagen abgerufen, die den günstigsten Arbeitspreis geboten hatten.

Mischpreisverfahren hat Nachteile

Bei dem Mischpreisverfahren werden Leistungs- und Arbeitspreise gemeinsam berücksichtigt. Das sollte verhindern, dass Regelenergieanbieter mit einem sehr niedrigen Leistungspreis einen Zuschlag erhalten und dann mit einem sehr hohen Arbeitspreis aufgerufen werden. Damit wollte die Bundesnetzagentur die Kosten für die Regelenergie und damit für die Stromverbraucher insgesamt senken. Allerdings hat es sich als teurer als das Vorgängermodell herausgestellt, heißt es in einem Positionspapier des Bundesverbandes Erneuerbare...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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