Aus der Wirtschaft

Eigenverbrauch

Firmennetzwerk will neue Regionalstromversorgung möglich machen

Im Innovationsnetzwerk Energiesysteme Ländlicher Raum (INEL) wollen 15 Unternehmen innovative und standortbezogene Energie- und Recyclingkonzepte von der Entwicklung bis hin zur Umsetzung vor Ort aus einer Hand anbieten.

Das Innovationsnetzwerk Energiesysteme Ländlicher Raum (INEL) will innovative und standortbezogene Energie- und Recyclingkonzepte von der Entwicklung bis hin zur Umsetzung vor Ort aus einer Hand bieten. Im Rahmen des Innovationsnetzwerks bündeln 15 mittelständische Unternehmen ihre Erfahrungen im Bereich der technischen Nutzung energetischer und stofflicher Nebenprodukte und kombinieren mehrere innovative Einzeltechnologien zu nachhaltigen Anlagenkonzepten. Ziel sind passgenaue Lösungen für ländliche Akteure vom Gewerbebetrieb, über Kommunalen Eigenbetrieb bis zu öffentlichen Verwaltungseinheiten. Das INEL ist ein Leitnetzwerk des Bundeswirtschaftsministeriums und wird von der Abc GmbH aus Köln koordiniert.

Eigenverbrauch von Solarstrom für Post-EEG-Anlagen

Prominente Beispiele sind die auslaufende Solarförderung im Rahmen des EEG sowie die Novellierung der Klärschlammverordnung, die unter anderem die Rückgewinnung von Phosphor als Ziel hat.

Das INEL unterstützt Anlagenbesitzer dabei, die bestehende Photovoltaikanlage für die anteilige Eigenstromversorgung nutzbar zu machen. Anstatt den darüber gewonnen Solarstrom für eine geringe Einspeisevergütung ins Gesamtnetz zu leiten, wird ein individuell angepasster Speicher installiert, der den eigens erzeugten Solarstrom zwischenpuffert und nach Notwendigkeit in den betriebs- beziehungsweise hauseigenen Stromkreislauf zurückleitet. Dadurch kann ein Teil oder je nach Konzeptionierung der gesamte Stromverbrauch beispielsweise eines Schulgebäudes oder einer Logistikhalle abgedeckt werden. Ebenso lässt sich tagsüber erzeugter Eigenstrom für die Nacht bereithalten, was etwa für Logistikunternehmen kostenschonend ist, da kein zusätzlicher teurer Netzstrom gekauft werden muss.

Lastspitzen senken

Weil INEL bei der Umsetzung seiner Konzepte immer ein multifunktionales System anstrebt, soll der Speicher nicht nur bei der Eigenversorgung helfen, sondern auch dazu beitragen, Lastspitzen abzusenken oder Dienstleistungen für Stadtwerke zu erbringen, die den Speicher dann nutzen, um Schwankungen im Stromnetz ausgleichen zu können. Dafür erhält der Speicherbesitzer eine pauschale wöchentliche Vergütung im vierstelligen Eurobereich. Somit ergibt sich für ihn eine Mehrfachnutzung, um die Eigenversorgung zu erhöhen, die Stromrechnung zu reduzieren und zusätzliche Einnahmen durch die Teilnahme am Strommarkt zu erzielen.

Ebenso können nächtlich stillstehende BHKW-Kapazitäten des einen Gewerbebetriebs dazu genutzt werden, den Nachtstrombedarf eines benachbarten Industrieunternehmens mit zu sichern. Außerdem böte die Vernetzung der mittelständischen Unternehmen im Rahmen des Netzwerks, für potentielle Anwender die Möglichkeit, technische Innovationen überregional bekannter zu machen.

Weitere Informationen unter: www.inel-netzwerk.de

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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