Fracking: Traum vom Ölboom in den USA geplatzt

Damit hatte keiner gerechnet: Die verfügbaren Schiefer-Öl-Vorkommen in den USA fallen deutlich geringer aus, als zunächst gedacht. Experten sprechen von einem schweren Schlag für Amerika und dessen Öl-Industrie.

Damit hatte keiner gerechnet: Die US-Regierung in Washington hat die verfügbaren Ölvorkommen im kalifornischen Monterey um rund 95 Prozent geringer eingestuft, als zunächst angenommen. Damit brechen zwei Drittel des US-Schieferöl-Vorkommens weg, berichtet das Manager-Magazin. Für Amerika und die Fracking-Industrie ein Desaster.
 
Auf etwa 14 Milliarden Fass Öl hatte die Regierung noch vor einem Jahr das Rohölvorkommen geschätzt. Immerhin hat diese Menge nach heutigen Maßstäben einen Wert von 1,4 Billionen Dollar. Entsprechend euphorisiert waren die Experten, als die Meldung bekannt wurde. Die USA sahen sich bereits auf dem besten Wege zum Selbstversorger.
 
Nun stellt sich heraus: das war eine Fehleinschätzung. Denn die Menge ist zwar tatsächlich im Boden vorhanden. Allerdings so schwer zugänglich, dass die Kosten für die Förderung und der Ertrag in keinem Verhältnis zueinander stehen. Das Hauptproblem: Die Gesteinsschichten in Kalifornien verlaufen nicht eben wie in anderen Regionen, sondern sind durch die häufigen Erdbeben verwirbelt. Selbst für die Fracking-Industrie ein Problem, wie sich nun herausstellt.


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