Kaufprämie für E-Autos bleibt weiterhin wirkungslos

Mit knapp 1800 Anträgen pro Monat bleibt die Förderung für Elektrofahrzeuge auch in diesem Jahr weit hinter den Erwartungen zurück. BMW bleibt der beliebteste Anbieter.

Die Zwischenbilanz zum Umweltbonus für Elektrofahrzeuge fällt auch Ende Februar nüchtern aus. Mit dem Umweltbonus will die Bundesregierung den Absatz von 300.000 neuen Elektrofahrzeugen fördern. Doch von Juli 2016 bis Ende Februar 2017 haben gerade einmal 12.650 Bundesbürger eine Kaufprämie für ein Elektrofahrzeug beantragt. Das teilt das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit. In den Monaten Januar und Februar 2017 wurden damit rund 1800 Anträge pro Monat gestellt. Wie Experten schon zu beginn des Förderprogramms vorausgesagt hatten, bringt die Förderung damit nicht die erhoffte schnelle Markteinführung.

Aus der Bilanz des BAFA geht hervor, dass mit 7107 Anträgen weiterhin reine Batterie-Elektrofahrzeuge am häufigsten beantragt werden vor Plug-In-Hybriden (5540). Brennstoffzellenfahrzeuge spielen mit drei Anträgen keine Rolle.

Mit 3612 Fahrzeugen ist BMW der am häufigsten gewählte Hersteller vor Renault (2189) und Audi (1698). Weitere Hersteller unter den top 10 sind Volkswagen, Mitsubishi, Nissan, Mercedes-Benz, Kia, Peugeot und Kia. Das mit Abstand am beliebteste Modell der Antragsteller ist der BMW i3 (2146 Anträge) vor dem Audi A3 (1698), dem BMW 225xe (1245) und dem Renault ZOE Intens (mit Batteriemiete, 1227 Anträge).

Mehr als jeder zweite Antrag für die Kaufprämie stammt von Unternehmen (6533 Anträge). An zweiter Stelle liegen Privatpersonen (5886). Kommunen dagegen nehmen die Prämie so gut wie nicht an, obwohl sie viel Potenzial hätten (82 Anträge).

Unter den Bundesländern führt Bayern die Zahl der Anträge an (2972), gefolgt von Baden-Württemberg (2512), Nordrhein-Westfalen (2191) und Niedersachsen (1176). Schlusslicht unter den Flächenländern ist Mecklenburg-Vorpommern: Hier beantragten lediglich 87 Bürger oder Unternehmen ein Elektrofahrzeug.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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