Offshore-Windenergie

Mehr Windstrom von See

Im ersten Halbjahr 2020 stieg die vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT von der Nordsee an Land übertragene Windenergie auf 11,51 Terawattstunden (TWh).

Mehr als ein Fünftel mehr Strom als im Vorjahreszeitraum hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT von Januar bis Juni von Offshore-Windparks an Land übertragen. Die 11,51 Terawattstunden (TWh) entsprechen einer Steigerung von 21,1 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 (9,51 TWh). Der Anteil der Stromübertragung aus der Nordsee liegt bei 15,6 % an der gesamten Windstromerzeugung in Deutschland.

Neue Kabel mit mehr Übertragungsleistung

Nachdem TenneT vor rund zehn Jahren mit kunststoffisolierten Gleichstromkabeln mit 320 Kilovolt (kV) im Offshorebereich gestartet ist, sollen künftig 525-kV-Gleichstrom-Seekabelsystem und einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt (GW) zum Einsatz kommen.

Das Entwicklungsprogramm soll zu einem standardisierten Kabelsystem führen, das TenneT bis 2030 in den fünf Projekten BalWin1, BalWin2, BalWin3 (deutsche Nordsee) und IJmuiden Ver alpha und beta (niederländische Nordsee) sowie in künftigen Projekten mit gleicher Leistung und Spannung einsetzen kann. Dies senke die Kosten, stärke die Versorgungssicherheit und minimiere gleichzeitig die Einflüsse auf die Umwelt, verspricht der Netzbetreiber. Bis 2030 will der Konzern rund 20 Mrd. € für die Anbindung der Offshore-Windenergie in den Niederlanden und in Deutschland investieren. Aktuell hat TenneT 14 Offshore-Netzanbindungen in Betrieb, davon zwei in der niederländischen (inklusive Borssele beta) und zwölf in der deutschen Nordsee.

Verteilkreuze in der Nordsee im Gespräch

TenneT verfolgt dabei auch die verschiedenen Wasserstoff-Aktivitäten und Initiativen mit großem Interesse und begrüßt diese – besonders auch vor dem Hintergrund eines vielseitigen Klärungsbedarfs beim Thema Rechtsrahmen. Im Hinblick auf die von TenneT vorgeschlagenen Windenergie-Verteilkreuze in der Nordsee (North Sea Wind Power Hubs) ist eine Kopplung mit Power to Gas/Wasserstoff ausdrücklich konzeptionell von Anfang an mitangedacht. Das Verteilkreuz-Projekt setzt sich aktuell weiter intensiv mit dem Thema Power to Gas/Wasserstoff sowie der zeitnahen Errichtung von Verteilkreuzen auseinander und treibt diese Themen und Untersuchungen dazu voran.

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