Wasserstoffwirtschaft

Neun Wasserstoffregionen stehen fest

Mit der Fördermaßnahme "HyLand -Wasserstoffregionen in Deutschland" unterstützt das Bundesverkehrsministerium Regionen dabei, ein passendes Wasserstoffkonzept zu entwickeln.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am 10. September neun Wasserstoffregionen als Gewinner des Wettbewerbs "HyLand -Wasserstoffregionen in Deutschland" bekannt gegeben. Gewonnen haben:

  • Kiel
  • Rügen-Stralsund
  • Landkreis Schaumburg
  • Lausitz
  • Weimar und Weimarer Land
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • Neustadt an der Waldnaab
  • Reutlingen
  • Ostallgäu/Fuchstal/Kaufbeuren

Mit der Fördermaßnahme unterstützt das Bundesverkehrsministerium diese neun Regionen dabei, ein Wasserstoffkonzept zu entwickeln und ein Netzwerk wichtiger Akteure zur Umsetzung aufzubauen.

Scheuer will mehr Wasserstofftankstellen

„Mit der Wasserstoff-Mobilität ist Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern möglich. Wichtig ist jetzt, dass ausreichend Tankstellen bundesweit verfügbar sind“, sagte Scheuer. Nur mit Vorbildregionen sei es möglich, die Wasserstoffinfrastruktur zu erweitern. Die regionale Wasserstoff-Produktion mit Strom aus erneuerbaren Energien steht im Zentrum der Konzepte. Es geht um die langfristige Nutzung von "grünem" Wasserstoff in den Regionen. Neben der Erzeugung befassen sich die Projekte auch mit der Speicherung, Logistik und verschiedenen Wasserstoff-Anwendungen vor Ort, schwerpunktmäßig im Verkehrsbereich.

85 Kommunen hatten sich beworben

Bundesweit hatten sich im Rahmen eines Wettbewerbs 85 Kommunen und Regionen auf die Fördermaßnahme beworben. Auswahlkriterium war die Motivation vor Ort, die Umsetzbarkeit konkreter Konzepte und einer Eignung als Vorbildregion. Die Herausforderungen für die Regionen bei der Entwicklung der Wasserstoff-Konzepte sind unterschiedlich gelagert. Entsprechend war es auch Ziel der Auswahl, ein breites Spektrum von kommunalen Ausgangssituationen abzustimmen:

  • Küstenland/Windenergie (Rügen-Stralsund),
  • Strukturwandel/Energie (Lausitz),
  • Industrie/Automobil (Reutlingen),
  • Metropolregion/Mobilität (Region Kiel),
  • Bildung/Wissenstransfer (Weimar und Marburg),
  • Mittelständisch geprägte Region (Ostallgäu/Fuchstal/Kaufbeuren und Landkreis Schaumburg),
  • Grenzregion/europäische Vernetzung (Neustadt a.d. Waldnaab).

Mit den Kategorien HyExperts und HyPerformer laufen derzeit noch zwei weitere Wettbewerbe der Fördermaßnahme "HyLand -Wasserstoffregionen in Deutschland". Dabei wendet sich der Wettbewerb an Regionen, die bereits erste Erfahrungen gesammelt haben bzw. bestehende Konzepte in die Umsetzung bringen wollen. Die Bewerbung ist bis 30. September 2019 möglich.

Mehr Informationen zur Förderung und zum Verfahren finden Sie hier.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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