Dr. Oetker will bis 2026 komplett auf Tierwohl-Geflügel umstellen

Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker will bis zum Jahr 2026 nur noch Hähnchenfleisch aus Tierwohlprogrammen mit höheren Standards beziehen. Bisher gilt das für 20 % des Hähnchenfleisches, das das Unternehmen verwendet.

Für seine in Europa verkauften Produkte will Dr. Oetker spätestens ab 2026 nur noch Hähnchenfleisch einkaufen, das mindestens den Kriterien der der Europäischen Masthuhn-Initiative entspricht, teilte das Unternehmen diese Woche mit. Die Kriterien der Europäischen Initiative gehen über die Standards der Initiative Tierwohl (ITW) hinaus. Bislang bezieht das Unternehmen rund 20 % des verwendeten Hähnchenfleisches aus höheren Standards. Seit 2016 habe Dr. Oetker als Leitlinie für Hähnchenfleisch den Beter Leven-Standard aus den Niederlanden festgelegt, der bei Besatzdichte, Auslauf sowie bei der Aufzuchtdauer über die Forderungen der Europäischen Masthuhn-Initiative hinaus geht, heißt es in Bielefeld. Langfristig will das Unternehmen dem Thema Tierwohl in allen Bereichen der Prozesskette eine stärkere Gewichtung zuschreiben.

Die Albert Schweitzer Stiftung äußerte sich erfreut über die Ankündigung. Die Tierschutzorganisation hatte mit Dr. Oetker dafür zusammen gearbeitet. Sie rief andere Unternehmen auf, dem Vorbild von Dr. Oetker zu folgen. „Das führt zu weiterer Bewegung in der Branche und wird dazu beitragen, dass andere Unternehmen dem Beispiel von Dr. Oetker folgen werden“, sagte Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung. Die Mindestkriterien der Europäischen Masthuhn-Forderung tragen neben der Schweitzer Stiftung 28 Tierschutzorganisationen mit.

In Deutschland ist Dr. Oetker einer der Marktführer bei Tiefkühlpizzen. Nach eigenen Angaben produziert das Bielefelder Unternehmen täglich bis zu zwei Mio. Tiefkühlpizzen und nutzt hierfür das Fleisch von zwei Mio. Masthühnern pro Jahr.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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