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Stefanie Awater-Esper

Ressort Online

Anregungen, Fragen, Wünsche?

Mein Bezug zur Landwirtschaft

Ich bin auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchvieh, Ackerbau und Schweinemast am Niederrhein aufgewachsen, habe im Oldenburger-Münsterland und in Schwaben auf Betrieben gearbeitet und Agrarwissenschaften studiert. Selbst Verantwortung in einem Betrieb zu haben und verschiedenste Arbeiten im Ackerbau und in der Tierhaltung aus eigener Erfahrung zu kennen, hilft, um bei der agrarpolitischen Bewertung einen kühlen Kopf zu behalten. Als regelmäßige Grenzgängerin zwischen Stadt und Land habe ich ständig Berührungspunkte mit den Bedürfnissen von Landwirtschaft und Gesellschaft. Auf beiden Seiten treffe ich auf Missverständnisse, die eine Herausforderung für die Verständigung sind.

Mein Statement

Offen sein, die eigene Komfortzone verlassen und aufeinander zuzugehen, ist für keinen leicht. Das aber ist die Aufgabe von Politik, auch von Agrarpolitik. Nur so können Landwirtschaft und Gesellschaft zusammen finden. Mich beeindrucken Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sowie Politikerinnen und Politiker, die das können und um kluge agrarpolitische Kompromisse bemüht sind.

Meine Artikel

Koalitionsverhandlungen

Bewegt sich die FDP doch zur Tierwohlabgabe?

vor von Stefanie Awater-Esper

Nach SPD und Grünen gibt es nun auch Signale aus der FDP für eine Tierwohlabgabe auf Fleischprodukte. Offiziell halten sich die Beteiligten der Koalitionsverhandlungen aber noch zurück.

Vor dem Start der Arbeitsgruppe Landwirtschaft in den Koalitionsverhandlungen ruft Neuland zu weitreichenden Beschlüssen zur Nutztierhaltung auf. Erwartet wird vor allem ein Finanzierungskonzept.

Landwirtschaft und Umweltseite schwören demonstrativ dem bisherigen Gegeneinander ab. Gemeinsam fordern sie von den Sondierungsparteien die Umsetzung der Zukunftskommission Landwirtschaft.

Ab 2023 werden die EU-Agrarprämien über die reformierte Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) ausgezahlt. Dann soll die Honorierung von Leistungen wichtiger sein als der Flächenbesitz.

Die Gespräche zwischen Handel und Landwirtschaft bleiben kompliziert. Der Handel will den Agrardialog in die Koordinierungszentrale überführen. Doch das Misstrauen ist weiterhin groß.

Der Ökoverband Bioland fordert die Sondierungs-Parteien auf, sich auf eine Neuausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik vorzubereiten. Für das Agrarministerium erhofft er sich eine Aufwertung.

Die Prämien für die Öko-Regelungen sind da: 30 €/ha für vielfältige Fruchtfolge, 115 €/ha für extensives Dauergrünland — das plant das Landwirtschaftsministerium für die GAP ab 2023.

Grüne und FDP haben sich für Sondierungen mit der SPD entschieden. Die bisherige Agrarministerin Julia Klöckner spricht von einer Zäsur für die CDU, die auch für das BMEL gelten könnte.

Nach der Wahl

Klöckner sagt Ernte Dank

vor von Stefanie Awater-Esper

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner begeht politischen Erntedank mitten im machtpolitischen Vakuum der Sondierungen nach der Bundestagswahl. Ein Abend voller Metaphorik und versteckter Hinweise.

In dieser Woche soll die Vorentscheidung für die neue Regierungsbildung fallen. Agrarpolitisch könnte in den Sondierungsteams vor allem die Zukunftskommission Landwirtschaft eine Rolle spielen.

Die Agrarminister der Länder erwarten keine baldige Ratifizierung des Mercosur-Abkommens mehr. Der neuen Bundesregierung geben sie auf, sich für die Verteidigung der hohen EU-Standards einzusetzen.

Anders als im Wahlkampf soll die Landwirtschaftspolitik bereits in den Sondierungen für die neue Bundesregierung eine Rolle spielen. Agrarpolitiker von Grünen, FDP, SPD und CDU/CSU laufen sich warm.

England will in Großbritannien in der Pflanzenzüchtung einen Sonderweg einschlagen. Es will die Regeln für Forschung und Anbau von Pflanzen aus neuen Züchtungstechniken entschärfen.

Bei der Agrarministerkonferenz stehen konkrete Vorschläge für eine Erweiterung der Eco-Schemes fürs Grünland zur Debatte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hofft auf noch weitreichendere...

Nach der Bundestagswahl suchen FDP und Grüne gemeinsame Projekte zum Regieren. In der Agrarpolitik liegen sie relativ weit auseinander. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten.

CDU und CSU büßen bei den Landwirten erneut Stimmen ein und erreichen in der Berufsgruppe nur noch 45%. Davon profitieren die SPD und die Anderen. FDP, AfD und Grüne halten ihre Stimmenanteile.

In Mecklenburg-Vorpommern siegt die SPD bei der Landtagswahl. Agrarminister Till Backhaus fährt als Dienst-ältester Minister das beste Ergebnis ein. Es gibt Gerüchte für einen Wechsel nach Berlin.

Nach einer langen Wahlnacht ist klar, die SPD hat die Bundestagswahl knapp gewonnen. Die Agrarpolitik muss sich sortieren. Eine erste Übersicht über das agrarpolitische Personal im neuen Bundestag.

11/2021

Themen in der Ausgabe:

  • Tierhalter: Ein Weckruf an die neue Regierung
  • Fruchtfolge: Sommerungen als Chance?
  • PV-Anlagen bewerten