Warenkunde: Wäschestärke

Das Stärken der Wäschen mit Kartoffel-, Mais- oder Reisstärke ist stark in Vergessenheit geraten. Kaum ein Privathaushalt stärkt heute noch Tischdecken, Schürzen, Hemden oder Gardinen. Dabei bietet diese Art der Wäschepflege einige Vorteile.

Das Stärken der Wäschen mit Kartoffel-, Mais- oder Reisstärke ist stark in Vergessenheit geraten. Kaum ein Privathaushalt stärkt heute noch Tischdecken, Schürzen, Hemden oder Gardinen. Dabei bietet diese Art der Wäschepflege einige Vorteile.
Beim Erhitzen durch das Bügeln oder Mangeln verkleistert die Stärke im Gewebe und versteift so die Fasern untereinander. Die Wäsche lässt sich leichter glätten und bleibt anschließend in Form. Das Stärken hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Wäschestücke anschließend schmutzabweisender, z.B. gegenüber Hausstaub, sind. Bei Stücken, die nur nach Bedarf gereinigt werden, wie Gardinen oder Tischdecken, spart das Zeit und Arbeit.
Der Vorgang des Stärkens an sich ist heute kaum noch aufwendig. Die Stärke wird kalt oder warm angerührt und entweder per Hand oder mit der Maschine in das Gewebe eingearbeitet. Viele Waschmaschinen haben ein eigenes Waschprogramm „Stärken“, bei dem die Stärke einfach direkt mit in die Trommel gegeben wird. Maschinen die dieses Spezialprogramm nicht besitzen, einfach im letzten Waschgang über die Dosierschublade mit der angerührten Wäschestärke befüllen.
 
Tipp: Wäschestärke gibt es im Handel auch flüssig und direkt gebrauchsfertig. Diese vorbereitete Stärke ist aber häufig mit Parfümen und Konservierungsstoffen versetzt.
Wer nur kleine Teile stärken möchte, kann auch auf Sprühstärke in Pump- oder Gasflaschen zurückgreifen. Die Stärke einfach vor dem Bügeln auf das Kleidungsstück sprühen und dann mit dem Bügeleisen in das Gewebe einarbeiten. Achten Sie beim Gebrauch der Sprühstärke darauf, nicht zu viel Stärke auf den Boden zu sprühen – er wird sonst schnell rutschig.

Artikel geschrieben von

Katharina Meusener

Redakteurin Landleben

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