Sorge

Landfrauenverband warnt vor "undemokratischen Entwicklungen"

„Erst in Krisenzeiten zeigt sich, wie demokratiefest eine Gesellschaft ist", sagt Landfrauenpräsidentin Petra Bentkämper. Sie sieht Deutschland gerade in einer Demokratiekrise.

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) zeigt sich mit Blick auf den Internationalen Tag der Demokratie besorgt über undemokratische Entwicklungen in jüngster Zeit. Hierzu äußert sich dlv-Präsidentin Petra Bentkämper:

„Erst in Krisenzeiten zeigt sich, wie demokratiefest eine Gesellschaft ist. Mit der aktuellen Pandemie wird offensichtlich, dass wir auch in einer Demokratiekrise stecken. Denn das im Grundgesetzt verankerte Demonstrationsrecht steht dem ebenso gesetzlich verankerten Gesundheitsschutz der Allgemeinheit gegenüber. Für einen Staat mit demokratischer Grundordnung ist es ein komplizierter Balanceakt, zwischen den persönlichen Freiheitsrechten und dem Wohl der Allgemeinheit die richtige Entscheidung zu treffen.“

Doch nicht erst seit der Corona-Pandemie ist der Deutsche LandFrauenverband alarmiert. „Die Grenzen des Sagbaren, vor allem in den sozialen Netzwerken, haben sich deutlich verschoben“, so Bentkämper. „Rechtsextreme versuchen sich in strukturschwachen Regionen mit Angeboten einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. Ich bin deshalb schon länger um den Zusammenhalt und das friedliche Miteinander im dörflichen Leben besorgt. Es trifft mich persönlich, wenn ich erlebe, dass Menschen aufgrund ihres Andersseins herabgewürdigt werden. Das steht unserem Grundgesetz diametral entgegen“, sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper mit Verweis auf Artikel 3, Satz 3 des Grundgesetzes.

Einen wichtigen Schlüssel für die Problemlösung sieht Petra Bentkämper darin, dialogfähig zu bleiben: „Wir LandFrauen setzen ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Hassreden und Stammtischparolen. Besonders für die ländlichen Räume aber gilt, die Dialogfähigkeit beizubehalten, um die Gräben nicht noch tiefer werden zu lassen.“ Deshalb unterstützt der Verband LandFrauen beispielsweise mit Argumentationstrainings.

Der dlv sieht die dringende Notwendigkeit, sich für die Demokratieentwicklung auf dem Land stark zu machen und hat deshalb das Thema zu einem der Schwerpunkte seiner Arbeit gemacht.

„Wir wollen und müssen wieder mehr Lust auf Demokratie machen. Demokratin zu sein, bedeutet wählen zu gehen und bewusst eine Entscheidung zu treffen. Demokratin zu sein, bedeutet im Austausch von Meinungen Argumente zu hinterfragen, Positionen zu vertreten und Haltung zu zeigen. Das stärkt die LandFrauen vor Ort und unsere Demokratie insgesamt“, so dlv-Präsidentin Petra Bentkämper.


Diskussionen zum Artikel

von Konrad Darscheid

Die Demokratie ist nicht in Gefahr,...

... sie ist nicht unerheblichem Maße bereits abgeschafft. Und zwar durch den überbordenden Einfluss einer nicht demokratisch legitimierten EU. Wer glaubt, dass die EU demokratischen Ansprüchen genügt, möge mir bitte mal erklären, warum z.B. bei der Wahl des EU (Pseudo- ) Parlaments ... mehr anzeigen

von Johann Schneider

Warum

Schreiben hier immer nur Männer Kommentare?Und fast immer mit dem gleichen Inhalt

von Wilhelm Grimm

Weil wir mit unseren lieben Frauen ständig im Gespräch sind

und sie uns bitten, zu schreiben. Wir müssen das dann tun oder der Haussegen hängt schief.

von Wilhelm Grimm

Lieb und nett ist nicht genug.

Dar Anspruch der Landfrauen muss doch sein, sich der Gefährlichkeit der politischen Meinungsmache, die immer dreister eine Politik der Entwertung landwirtschaftlicher Flächen fordert und durchsetzt, mit Geschick mutig entgegen zu stellen. Eine wirkliche Gefahr von rechts sehe ich in ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Arm

das Land, das Helden notwendig hat. Bei uns hier auf dem Lande ist der Gemeinschaftssinn und Ehrenamt eine der wichtigsten Aufgaben, um kulturelles Leben zu verwirklichen und Hilfsprojekte unterstützen zu können. Freude und Mut gehört dazu. Scheuklappen und Bastapolitik sind schon ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

komisch...

aber leicht denen immer den schwarzen Peter zuzuschieben... dabei ist es mit der Demokratie doch innerhalb der eigenen Reihen schon spärlich gesäät... da wird gegiftet und gemobt das sich die Balken biegen... und wenn man die neuen sozialen Medien hinzuzieht, dann ist doch jeder Posten ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Schuld sind die Medien

und die CDU . Die CDU ist zu weit nach links gerückt...sie sollte nicht der der SPD das "Wasser abgraben" sondern der AFD !!! Die Medien haben die Pflicht Neutral zu sein ! Leider sind die absolut grün links !

von Gerhard Steffek

Ist die Frau blind?

Blind auf dem linken Auge? Anscheinend schon, wie sonst käme sie auf die Idee nur gegen Rechts zu wettern? Oder ist sie mit dieser Aussage schon ein gutes Beispiel dafür wie sehr die linke Indoktrination gegen Rechts schon fruchtet. __ __ Denn wenn ich mir mittlerweile so die ... mehr anzeigen

von Klaus Jensen

Danke Herr Steffek

Ganz großer Kommentar... MfG Jens Martin Jensen

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen