Der Käfer dreht jetzt erst richtig auf! Plus

Stürme, Dürre und immer mehr Borkenkäfer drängen die Fichte massiv zurück. In den kommenden Monaten könnten in vielen Regionen noch mehr Bäume dem Käfer zum Opfer fallen.

Das Drama um die Fichte, dem Brotbaum der deutschen Waldbesitzer, geht weiter: 2018 hatte mit den Frühjahrsstürmen, der Rekorddürre und der massenhaften Vermehrung des Borkenkäfers den Grundstein für ein großflächiges Fichtensterben gelegt (siehe top agrar 12/2018 ab S. 46). Jetzt könnten viele der bislang verschonten Bestände der Kombination aus Trockenheit und Käfermassen zum Opfer fallen.

Zwar sind die Stürme weitgehend ausgeblieben, das Winterhalbjahr haben aber große Teile der Borkenkäfer überlebt. „Experten gehen davon aus, dass nur neun Prozent der Käfer den Winter nicht überstanden haben“, erklärt ein Förster aus dem Hochsauerlandkreis (NRW).

Frühstart der Käfersaison

Schon im Februar 2019, als die Temperaturen bereits mehrere Tage lang auf über 15 °C anstiegen, begannen die überwinterten Borkenkäfer mit dem Flug und befielen neue Fichten. Zwar bremste die kühle Witterung Ende April und im Mai die Entwicklung der Käfer, gleichzeitig verschärfte sich der Wassermangel in großen Teilen Deutschlands erneut. Die tief ausgetrockneten Bodenspeicher sind bislang nicht ansatzweise wieder aufgefüllt.

Anfang Juli zeichnete sich folgendes Bild ab: Im Vorjahr abgestorbene Bäume verrotten auf dem Stock. Gleichzeitig greift der Käfer massiv bislang gesunde Bestände an, da auch diese inzwischen dürrebedingt nicht mehr genug Harz zur Verteidigung...

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