Wahlcheck Teil 3: Energie, Wald, Wolf & Digitalisierung

Was kann die Landwirtschaft nach der Bundestagswahl von der Energie- und Waldpolitik erwarten?

Geht es um den Ausbau der erneuerbaren Energien, unterscheiden sich die Parteien vor allem beim Tempo, das sie vorlegen. Auch der Waldschutz ist für die Parteien ein übergreifendes Ziel. Allerdings wenden sie dafür unterschiedliche Strategien an. Dreh- und Angelpunkt sind ökologische Bewirtschaftungsvorgaben. Mit dem Wolf beschäftigen sich nur die Wahlprogramme von CDU/CSU, FDP und AfD. Alle drei sprechen sich für eine aktive Wolfsregulierung aus. Bei der Digitalisierung und dem Netzausbau haben alle Parteien erkannt, dass es in Deutschland an einer flächendeckenden Ausstattung mangelt. Die Spanne, wie das verbessert werden soll, reicht von „echtem Wettbewerb“ bei der FDP bis zur Verstaatlichung der Netze bei den Linken.

CDU/CSU

  • Erneuerbare Energien: Treibhausgasneutralität bis 2045, erneuerbare Energien schneller ausbauen, CO2-Bepreisung straffen, EEG-Umlage abschaffen, kein Naturschutz-Flächenausgleich beim Bau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen.5

  • Wald: Klimaschutzleistungen unter Einbezug der Holzprodukte honorieren, CO2-Bindungsprämie einführen, Holzbauoffensive starten.6

  • Wolf: Strengen Schutzstatus im EU-Naturschutzrecht überprüfen und anpassen, aktives Wolfsmanagement, Population auf ein akzeptables Niveau regulieren.7

  • Digitalisierung: Digitalisierung in der Landwirtschaft fördern, sicherstellen, dass Betriebe aller Größen profitieren, staatliche digitale Plattform für öffentliche Agrardaten, günstige Rahmenbedingungen für Agrar-Start-ups, bis...