Biosicherheitsleitlinien zur Vogelgrippe auf Betriebsebene ausrichten

Die Biosicherheitsleitlinien gegen eine Einschleppung der Vogelgrippe sollten stärker auf die Bedürfnisse der einzelnen Betriebe zugeschnitten sein. Das empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Die Biosicherheitsleitlinien gegen eine Einschleppung der Vogelgrippe sollten stärker auf die Bedürfnisse der einzelnen Betriebe zugeschnitten sein. Das empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Sie betonte zudem, dass die strikte Durchsetzung umfassender Maßnahmen zur Biosicherheit der effektivste Weg sei, um eine Einschleppung des aviären Influenzavirus vom Subtyp H5N8 in Geflügelbetriebe zu verhindern. Ihre Sachverständigen hätten hierzu eine Reihe von Biosicherheitsmaßnahmen bewertet, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt werden könnten, teilte die EFSA mit. Diese Maßnahmen umfassten die Vermeidung von Kontakt zwischen Wildvögeln und Geflügel, die Innenhaltung von Vögeln sowie die getrennte Unterbringung von Gänsen und Enten von sonstigem Geflügel.

Für 2017 kündigte die Behörde die Vorlage eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Vogelgrippe an. Darin solle das Risiko durch andere in die Europäische Union eingeschleppte aviäre Influenzaviren bewertet, Biosicherheitsmaßnahmen speziell für Puten und Enten analysiert, sowie die Mechanismen untersucht werden, die für die Mutation niedrig pathogener aviärer Influenzaviren in hoch pathogene aviäre Influenzaviren verantwortlich seien.

Die Europäische Kommission hatte die EFSA ersucht, eine wissenschaftliche Beratung zur Wirksamkeit der derzeit bestehenden Schutzvorschriften zu leisten, mit denen eine weitere Ausbreitung des H5N8-Virus verhindert werden soll.

In der Stellungnahme empfiehlt die EFSA den zuständigen Behörden außerdem, bei einem festgestellten Befall von Wildvögeln die Überwachung von Geflügel auf ein Gebiet auszuweiten, das sich am Lebensraum und an der Flugweite der befallenen Vögel orientiere. Darüber hinaus sollten die Behörden das Bewusstsein der Landwirte in den betroffenen Gebieten für die Wichtigkeit der Biosicherheitsmaßnahmen schärfen. Die Meldung toter Vögel sei der effektivste Weg zur Erkennung des Virus bei Wildvögeln und Geflügel. Die Untersuchung von Proben wildlebender Vogelarten, für die zuvor kein Virusbefall nachgewiesen worden sei, sowie aus Gebieten, aus denen noch keine Meldung über den Virus vorliege, sei auch nützlich, um die geografische Ausbreitung des Virus bei Wildvögeln zu erkennen.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen