Düngeverordnung: Auch die Mittelstandsunion macht Druck Premium

In der CDU und CSU mehren sich die Initiativen, die einen Aufschub für die Nachschärfung Düngeverordnung fordern. Die Mittelstandsunion hat sich am Wochenende dem Apell der Unions Agrarpolitiker angeschlossen. Dabei ist der EU-Kommission bereits der von der Bundesregierung geplante Zeitplan bis Mai 2020 viel zu langsam.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) fordert mehr Zeit bei der Umsetzung der Düngeverordnung. Vor einer erneuten Verschärfung sollten „zwingend die Ergebnisse des nächsten Nitratberichts“ abgewartet werden, beschloss der MIT-Bundesvorstand einstimmig am Freitagabend. Der nächste Nitratbericht des Bundesumweltministerium erscheint kommendes Jahr. Der MIT schließt sich damit den Agrarpolitikern der Union an, die dazu zuvor aufgerufen hatten. Bundesvorsitzender der MIT ist der CDU Bundestagsabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen, Carsten Linnemann, Mitglied ist auch die CDU-Agrarpolitikerin Gitta Connemann. „Unsere Landwirte haben noch mit der erst 2017 reformierten Düngeverordnung zu kämpfen. Die geplanten Verschärfungen setzen die Existenz tausender Landwirte aufs Spiel“, sagte Linnemann. In ihrem Beschluss kritisieren die Wirtschaftspolitiker explizit auch die pauschale Reduktion der Stickstoffdüngung in den mit Nitrat belasteten Gebieten um 20 Prozent.

EU-Kommission ist schon Inkrafttreten 2020 zu langsam

Der EU-Kommission geht allerdings bereits der von der Bundesregierung bisher geplante Zeitplan für die Nachschärfung der ...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Grünland

5-6 Schnitte sagen aber nichts über den TM - Ertrag aus. Nur dieser Ertrag kann als Berechnungsfaktor für die Düngung angerechnet werden!!. Im letzten Jahr wurden, in 4-5 Schnitten, teilweise nur 50% des normalen TM-Ertrags geerntet, aber 100 % gedüngt!!

von Rudolf Rößle

Klimazone

Die Düngung sollte sich nach realem Entzug orientieren und nicht nach Höchstwerten. Eine 5-6 Schnittwiese benötigt locker über 200kg N, während eine 5 Tonnenernte Getreide keine 100 kg N benötigt. Auch die Bodenarten und die fruchtbaren cm als Aufnahme und Puffer sind entscheidend für die Auswaschung von Nitrat.

von Heinrich Roettger

Tolles Papier des MIT Vorstandes und der MIT SH.

Ministerin Klöckner und Staatssekretär Aikens vergiften mit komplett unausgegorenen Vorschlägen zur Hungerernährung unserer anvertrauten Pflanzengesellschaften das gute Miteinander auf Land und mit der örtlichen Politik.

von Renke Renken

Auf die Straße Leute,

und der Politik richtig Druck machen !!!!

von Wilhelm Grimm

Wasserproben: Frau NABU-Ministerin ist schuld am Zeitdruck

und Frau Klöckner ist das Schaf.

von Klaus Fiederling

NITRAT, dieser windige Bursche!

Weist der Nitratbericht wissenschaftlich fundiert -vor allen Dingen auch nach neuesten Erkenntnissen unter modernster Methodik bewertet- die tatsächliche Giftigkeit von Nitrat aus? Existieren Studien ähnlich derer einer Feinstaubstudie, wo sich die kausalen Zusammenhänge herleiten ließen? Finden sich solche in den jeweiligen Einlassungen zum Nitratbericht? Das einfache Messverfahren an sich stellt überhaupt kein Problem dar. Nun, vielleicht aber kommt man dem windigen Burschen NITRAT ganz einfach „per Verordnung“ bei, indem man ihm und nicht den Bauern(!) ganz ordentlich auf die Füße tritt. Noch einfacher wäre natürlich unserer Pflanzenvielfalt endlich beibringen zu wollen, dass diese gänzlich ohne Nitrat zurecht kommt! // Ja, die MIT scheint bereits Fährte aufgenommen zu haben, dass ein komfortabler Nachschub vom Acker sukzessive, weit schlimmer noch, von heute auf morgen wegbrechen könnte. Zumindest die wissenschaftlichen Einlassungen der TU München im Schulterschluss mit Agroscope Zürich beruhigten unlängst dahingehend doch im gegenüberstellenden Vergleich konventioneller versus ökologischer Wirtschaftsweisen, wo man bei den Ökos Ertragsdepressionen im Mittel aller Kulturen von nur ca. 16% vermeldete. - Die aktuelle Erzeugerpreisfindung, von eben selbigen wissenschaftlicherseits ausgeteilten Beruhigungspillen untermauert, offenbart mehr als eindrucksvoll, dass ein Abschmelzen unserer massiven Biomüllberge wohl kaum in Erwartung stehen dürfte. Oder erahnt man, nur vage zwar, vielleicht dato doch schon, dass gegenläufig sehr wohl ein stetiger Anstieg der verschiedenen Produktpreise droht? // Unsere Väter und Großväter jedenfalls erzielten bei einem niedrigeren Düngereinsatz bessere Verkaufserlöse als wir Bauern gegenwärtig, konnten ihre Familien noch von der eigenen Hände Arbeit ernähren. - Der moderne Bauer im heutigen Hochtechnologiezeitalter ist davon weit entfernt, allenfalls ein absolut degradierter Almosenempfänger des Staates, der von allen Seiten den Würgegriff äußerst schmerzhaft verspüren muss und brutalst mit Füßen getreten werden darf. Wie soll man unter solchen Vorzeichen unserer Jugend die Lust zum Ackern vermitteln können?

von Edelhard Brinkmann

Wasserproben

Es gibt in Niedersachsen alleine 11600 Wasserproben die OK sind,warum werden diese nicht nach Brüssel gemeldet. Dann gibt es keine Versckärfung mehr. Wir Landwirte sind einfach zu viel Schaf und lassen uns am Band vorführen. Wie macht es VW ??????????????????? verscheißtert die ganze Welt und kommt damit durch.Wir sind eben zu viel Schaf ...............Schaf:::::::::: Schaf!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von Wilhelm Grimm

Gleichbehandlung, darum kämpfen Deutschlands Bauern schon lange.

Die Auswahl der Messstellen und die Bedingungen der Probenahmen müssen gleich sein in Europa. Aktuell sind die Bedingungen alles andere als gleich. Daher brauchen wir auch kein Europa. Jeder macht doch was er will.

von Andreas Böggering

Es sollte doch wohl kein Problem sein

bei den kommenden Wahlen das Kreuz mal woanders zu machen damit unsere gut bezahlten Volksvertreter mal wieder lernen das man mit Arbeit auch Geld verdienen kann!

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