Farmer in Australien wollen Landwirtschaft zum Topthema machen

Im Vorfeld der australischen Parlamentswahl am 14. September 2013 hat der Nationale Bauernverband (NFF) die Politik aufgefordert, die Landwirtschaft als wichtigen Teil der Volkswirtschaft zu begreifen und deren Belange ganz oben auf die politische Agenda zu setzen.

Im Vorfeld der australischen Parlamentswahl am 14. September 2013 hat der Nationale Bauernverband (NFF) die Politik aufgefordert, die Landwirtschaft als wichtigen Teil der Volkswirtschaft zu begreifen und deren Belange ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. „Um den erfolgreichen Weg der australischen Landwirtschaft fortzuführen, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden“, betonte NFF-Präsident Jock Laurie zum Ende der parlamentarischen Sommerpause Ende Januar.

Er forderte, dem landwirtschaftlichen Sektor eine sehr viel höhere Priorität beizumessen und ihm dieselbe Bedeutung wie der Gesundheit oder der Bildung einzuräumen. Laurie sieht sich bei diesem Vorhaben auf der Seite der australischen Bevölkerung, die jüngst in einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie eine starke Entwicklung des Agrarsektors als eines der wichtigsten Anliegen des Landes bezeichnet hatte.

Konkret wünscht sich der NFF von staatlicher Seite unter anderem Verbesserungen beim Ausbau der Infrastruktur, Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, Aus- und Fortbildungsprogramme, eine intensivere Agrarforschung und eine nachhaltige Ressourcenpolitik, die beispielsweise den Zugang zu Wasser für die Farmer verbessern soll.

Verbandspräsident Laurie verwies darauf, dass Australiens Farmer im Vergleich aller entwickelten Länder die geringsten finanziellen staatlichen Zuwendungen erhielten, für eine weiterhin prosperierende Landwirtschaft aber mehr Geld in die Hand genommen werden müsse. Die großen politischen Parteien äußerten sich im bisherigen Wahlkampf recht wohlwollend zum bäuerlichen Berufsstand.

Die noch amtierende Regierungschefin Julia Gillard von der Labour-Partei bezeichnete Australiens Landwirtschaft als Kraftwerk, welches nicht nur die eigene Bevölkerung ernähre, sondern darüber hinaus noch 30 Mrd A$ (23 Mrd Euro) Exporterlöse generiere. Die oppositionellen Konservativen mit Spitzenkandidat Tony  Abbott bescheinigten den Farmern, durch Wachstum in ihrer Branche eine Rezession im Land in Zeiten der globalen Krise verhindert zu haben. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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