Grüne watschen Graefe zu Baringdorf ab

Mit der Umweltpolitikerin Hiltrud Breyer und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, sind zwei altgediente grüne Europaabgeordnete nicht mehr auf die Liste für die Europawahl am 7. Juni 2009 gekommen.

Mit der Umweltpolitikerin Hiltrud Breyer und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, sind zwei altgediente grüne Europaabgeordnete nicht mehr auf die Liste für die Europawahl am 7. Juni 2009 gekommen. Pressemeldungen zufolge haben die Delegierten diese Woche vor allem den "Agrarexperten" bewusst durchfallen lassen. Nachfolger soll Martin Häusling, Biobauer aus Nordhessen, werden.

Graefe zu Baringdorf war offenbar seit längerem bei den Bündnis-Grünen in Ungnade gefallen. Bereits im September habe nicht einmal ein Viertel der Grünen in NRW für den Öko-Landwirt aus Spenge bei Herford gestimmt, berichtete damals die taz. Seit 1984 sei der heute 65-jährige im Europaparlament, das reiche, so die Mitglieder des Landesverbandes. Er sei mittlerweile abgehoben, lasse sich nicht mehr im Kreisverband sehen und engagiere sich nur noch für die AbL, zitierte die Zeitung andere enttäuschte Parteimitglieder.

Wie die taz weiter erfahren haben will, zahle Graefe zu Baringdorf auch keine erhöhten Mitgliedsbeiträge, wie sonst üblich, sondern finanziere damit seinen Biohof. Dies sei mit der Parteiführung abgesprochen, so seine Rechtfertigung. Die habe jedoch erklärt, dass diese Regelung bereits 1999 ausgelaufen sei und der Europaabgeordnete seitdem mehrfach abgemahnt wurde, heißt es in dem Artikel weiter. Nur verständlich, dass die Partei nun neue Gesichter nach Straßburg schicken will.

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