Indien schreibt Monsanto Preise vor

Indien hält daran fest, den Preis für genmanipulierte Baumwollsamen im Land zu regulieren, um das Monopol von Monsanto zu brechen. Die Amerikaner sollen bereits 90 % des indischen Marktes dominieren, weshalb Premierministers Narendra Modi die Bürger von Ausbeutung bedroht sieht.

Indien hält daran fest, den Preis für genmanipulierte Baumwollsamen im Land zu regulieren, um das Monopol von Monsanto zu brechen. Die Amerikaner sollen bereits 90 % des indischen Marktes dominieren, weshalb Premierministers Narendra Modi die Bürger von Ausbeutung bedroht sieht.
 
Laut dem russischen, regierungstreuen Pressedienst RT Deutsch wird Monsanto nun dazu gedrängt, den vom Staat diktierten Preis zu akzeptieren. Konkret ist davon die Rede, dass die Lizenzgebühren, die von lokalen Firmen für Monsanto-Samen gezahlt werden, um über 70% sinken müssen. Ein 400 g-Paket darf dann im Endverkauf nur noch umgerechnet 10,50 € kosten. Anfang nächsten Jahres will das Land schließlich mit einer eigenen genverändeten Sorte auf den Markt kommen.
 
Monsanto und deren 50:50 Joint Venture "Mahyco Monsanto Biotech" wollen sich das aber nicht bieten lassen und droht mit einer Klage und sogar dem Rückzug aus dem indischen Markt. Damit verbunden würden die Amerikaner den Indern den Zugang zu US Technologie untersagen.

Monsanto hat bislang in Indien die Patentrechte für die zweite Generation der Bollgard II Technologie, die entwickelt wurde, um Saatgut vor bestimmten Würmern zu schützen. Sie haben jedoch kein Patent für die Vorgängerversion Bollgard I. Landwirtschaftsminister Radha Mohan Singh stellte klar: „Firmen wie Monsanto sollte es nicht erlaubt sein, Landwirte auszubeuten, nur weil sie Technologie besitzen. Seien es Saatgut- oder Pharmaunternehmen, wir sollten zusehen, dass es keine Monopole gibt. Wir werden Preisregulierungen fortsetzen – für Saatgut und Medizin“, sagte der Minister.


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