Berlin

Landwirtschaft bleibt Kernthema der Grünen

Friedrich Ostendorff hat den Anspruch der Grünen auf das BMEL bekräftigt. Die Landwirtschaft müsse sich der gesellschaftlichen Auseinandersetzung stellen und sich von Flächenprämien verabschieden.

Den Anspruch seiner Partei, im Falle einer Regierungsbeteiligung das Bundeslandwirtschaftsministerium zu besetzen, bekräftigt der Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion für Agrarpolitik, Friedrich Ostendorff. Im Interview mit Agra-Europe nennt er die Fragen von umwelt- und tiergerechter Landwirtschaft, der Verbindung von Landwirten und Verbrauchern sowie von Stadt und Land „für uns Grüne existenziell“. In diesem Bereich sei man „gut aufgestellt“.

Eine zentrale Bedeutung misst Ostendorff der Tierhaltung bei: „Hier müssen wir zeigen, dass sich was verändert.“ Angesichts der anstehenden Herausforderungen spricht er sich dafür aus, dem Tierwohl Vorrang gegenüber anderen Zielen einzuräumen. Der Grünen-Politiker zeigt sich offen für Gespräche mit Vertretern der Landwirtschaft, auch wenn die seiner Partei „jahrzehntelang die kalte Schulter“ gezeigt hätten.

Er sieht die Branche gefordert, sich in der gegenwärtigen „Zeitenwende“ der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu stellen. Verweigere sie sich einer aktiven Mitarbeit, sieht Ostendorff die Gefahr, dass Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg gefällt würden.

Zurückhaltend äußert er sich zur Forderung aus der Landwirtschaft nach Verlässlichkeit im Wandel. Für jeden sei zu erkennen, wohin die Reise gehe, „nämlich hin zu mehr Tierwohl, zu mehr Klimaschutz, zum Erhalt der Biodiversität, zum Wasser- und Bodenschutz“. Wie dies im Einzelnen erfolge, „muss ausgehandelt werden und kann nicht auf Jahre hinaus festgeschrieben werden“.

Erfolgsgeschichte Initiative Tierwohl

Der Grünen-Abgeordnete verweist auf den großen Handlungsbedarf in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Man müsse endlich wegkommen von der bisherigen Flächensubventionierung und stattdessen qualitative Anforderungen für die Gewährung von Prämien setzen.

Ostendorff spricht sich für ein ambitioniertes staatliches Tierwohllabel aus, das „für eine kurze Übergangszeit“ auch freiwillig sein könne. Über die Kriterien müsse politisch entschieden werden, möglichst in Abstimmung mit dem Tierschutz und der Wirtschaft. Die Initiative Tierwohl (ITW) bezeichnet der Parlamentarier als „Erfolgsgeschichte“, über deren Fortführung möglichst frühzeitig Klarheit geschaffen werden müsse.

Ostendorff betont die nach wie vor bestehenden gravierenden Vorbehalte in seiner Partei gegenüber den neuen Züchtungsmethoden und dämpft Erwartungen an eine offene Diskussion: „Das ist eher Wunschdenken als realistische Einschätzung.“


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

@Willy Toft!

Die Sklaverei in Deutschland gab es ja nach den Römern eh fast nicht mehr. Dafür war es dann aber die Leibeigenschaft. War im Grunde genommen aber auch nichts anderes. Nicht umsonst hieß es ja dann "Stadtluft macht frei". Heute verdummt sie eher, was jetzt von den Grünen leidlich ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Kerngeschäft, oder wie zerstören wir die konventionelle Landwirtschaft?

Wir müssen uns weltweit mit der "Konkurrenz" messen, und bekommen hier ständig Knüppel zwischen die Beine! Hier unsere Bilderbuchgesellschaft, mit all ihren Wünschen nachkommen, und den Preis am Weltmarkt, oder noch etwas weniger abholen! Das haben sich die Grünen toll ausgedacht! ... mehr anzeigen

von Jochen Böhrer

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-duerrheim-horrorszenario-schockt-zuhoerer.3b5bf5fb-0b6c-4743-800a-8ac2c62f9916.html

Der (...) der Grünen. Der Mann, der die biovegane HUS-Katastrophe auf die Tierhalter schob. Der Mann, der vor einer gefüllte Halle die Lüge verbreitete, die Spanische Grippe käme aus der Schweinehaltung. Der Mann der für mehr Subventionen für seine eigene Betriebsform wirbt. Der ... mehr anzeigen

von Sven Fischer

Prämien abschaffen - der erste Schritt zur Genesung!!

Viele beklagen gestiegene Pachten, unbezahlbare Ackerflächen & zu geringe Preise!! Wenn man mal intensiver über den "Prämienwahn" nachdenken würde, könnte sich ja evtl. auch herausstellen, dass der "Prämienwahn" auch einen gehörigen Teil dazu beigetragen hat. Es kann doch nicht ... mehr anzeigen

von Peter Dressel

Seit 2005

besetzt die CDU/CSU das Agrarministerium.. was hat sich seitdem für uns Bauern groß zum besseren gewendet?? Nein immer mehr Großbetriebe und immermehr dreiste vorschriften sind dazugekommen. Die Leute haben das vertrauen zu uns verloren, obwohl wir hart dran arbeiten alles richtig ... mehr anzeigen

von Gerhard Seeger

"Landwirtschaft bleibt Kernthema der Grünen "

Ein solcher Satz aus dem Munde des Herrn Ostendorff ist wohl eher als Drohung denn als Information zu sehen.

von Oliver Holtermann

Grün

Lieber ein grünes Dorf als einen grünen im Dorf! Warum? Durch Grün wird erst eine gesellschaftliche Spaltung hervorgerufen!

von Oliver Holtermann

Grün

Lieber ein grünes Dorf als einen grünen im Dorf! Warum? Durch Grün wird erst eine gesellschaftliche Spaltung hervorgerufen!

von Reinhard Matzat

Wenn grüne stärkste Kraft werden sollten...

... Und ihren idiologischen Phantasien freien Lauf lassen, würde eine 4 jährige Dürre wie 2018 das geringere Übel sein. Die politische Instabilität ist deutlich zermürbender als die Angst vor dem es schon immer hat gegebenden Klimawandel...

von Christian Bothe

Habeck

Zu dessen unsinnigen Thesen braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Hintergründe

Nur zur Info: die Linken sind eher kommunistisch aufgestellt. Jetzt hat man herausgefunden, dass auch ein großer Teil der Grünen dem Marxismus (Kommunismus) nahe steht.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Habeck ( Grüne) im ZDF-Sommerinterview

Eine Aussage von Habeck: "die industrielle Massentierhaltung ist maßgeblicher Verursacher des Klimawandels".

von Christian Bothe

Grüne

Hoffentlich behütet uns der liebe Gott vor solch‘ einer Entwicklung...Hoffe die realistischen landwirtschaftsaffinen Wähler im Osten werden das verhindern.

von Gerhard Steffek

Nun ja denn,

ist ja nicht so tragisch. Jetzt haben wir ja das Mercosur-Abkommen. D.h. wir können bei uns eine heile Welt zusammenzimmern mit Kinderbuchlandwirtschaft a la Pippi Langstrumpf (Nahles war wahrscheinlich nur bei der falschen Partei mit ihrem Song) oder Ponyhof Immenhof-Idylle (wobei- war ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Wehe, wehe -

wenn die Grünen ans Ruder kommen, dann wird die Landwirtschaft zu Tode reguliert. Frei nach Tacitus: "je verkommener der Staat, umso mehr Gesetze braucht er". Bei den Gedankengängen unserer Grünen braucht man sich da nicht wundern. "Tierwohl, Biodiversität, Umwelt-, Wasser- und ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Keine Prämien?

Kein Problem! Aber dann für alle! Klimaschutz- dann darf es keine Biolandwirtschaft geben!!!

von Hans-Heinrich Meyer

Grüne Berufskollegen

Meine grünen Kollegen bekommen rund die doppelte Flächenprämie bei halber Produktionsmenge!!!! Ihr Gewinn bzw. Einkommen beruht bei den meisten Öko's ausschließlich auf den Prämien. Woanders werden Wälder abgeholzt um diesen Produktionsausfall zu kompensieren. Um das zu ... mehr anzeigen

von Bernd Croonenbroek

Dann fangen Sie doch mal an !!!

Auf die Prämie freiwillig zu verzichten, Wasser Predigen und Wein saufen !!!!

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