MV: Bauern und Jäger zweifeln Gemeinnützigkeit von PETA an

Bauern und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern fordern eine dringende Überprüfung des Gemeinnützigkeitsstatus der Vereinigung PETA. "Mit ihrer haltlosen und pauschalen Kriminalisierung von Landwirten, Anglern und nun aktuell von Jägern zeigt PETA wiederholt, für welche Werte sie wahrhaftig steht."

Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern und der Arbeitskreis der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden fordern eine dringende Überprüfung des Gemeinnützigkeitsstatus der Vereinigung PETA.

"Mit ihrer haltlosen und pauschalen Kriminalisierung von Landwirten, Anglern und nun aktuell von Jägern zeigt PETA wiederholt, für welche Werte sie wahrhaftig steht. Es hat derzeit System, Jäger öffentlich anzuprangern", heißt es in einer Pressemitteilung des Bauernverbandes. Die konkreten Umstände der jeweiligen Jagd spielten für PETA dabei keine Rolle. Stattdessen missbrauche die Organisation ihren Gemeinnützigkeitsstatus, beschäftige mittlerweile in guter Regelmäßigkeit die Strafverfolgungsbehörden auf Kosten des Steuerzahlers und vergesse dabei nicht, kräftig für Spendengelder zu werben, so die Bauern und Jäger im Nordosten.

PETA selbst sieht demnach eine moralische Rechtfertigung des Tötens von Tieren, wenn dies aus Mitleid geschieht. "Mitgefühl für Menschen? Fehlanzeige. Oder sollte PETA entgangen sein, dass auch vor dem Hintergrund von über 100 Wildunfällen allein in den letzten zwei Monaten auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns eine effektive Wildbestandsregulierung nötig ist?", fragt der Bauernverband. Tragisch sei, dass es bei den Unfällen nicht immer nur bei Blechschäden blieb.

Aus Sicht der Landwirte und Jagdrechtsinhaber in Mecklenburg-Vorpommern ist es unverständlich, dass radikale Tierrechtsorganisationen wie PETA durch den Gemeinnützigkeitsstatus subventioniert werden. Eine Überprüfung der Voraussetzungen durch die zuständige Finanzbehörde in Stuttgart und Aberkennung als gemeinnütziger Verein erscheine überfällig. PETA sei bereits mehrfach durch fragwürdige Tierrechtskampagnen (u. a. der Holocaust-Vergleich) und Intransparenz ihrer Mittelverwendung in Kritik geraten, so der Verband in der Mitteilung.

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