Auftakt-Pressekonferenz

Neue Copa-Präsidentin Lambert erklärt Einkommenssicherung der Landwirte zur Priorität Plus

Sie sucht seit 6 Monaten vergeblich das Gespräch mit ihren Landsmann Pascal Canfin. Der Ex-WWF-Mann ist als Umweltausschussvorsitzender im EU-Parlament für Farm to Fork zuständig

Die Präsidentin des französischen Bauerngewerkschaftsverbandes (FNSEA), Christiane Lambert, die im Département Maine-et-Loire einen Ackerbau- und Schweinezuchtbetrieb führt, macht als neu gewählte Copa-Präsidentin die Sicherung des betrieblichen Einkommens der europäischen Landwirte zur Priorität ihrer zweijährigen Amtszeit.

Dies erklärte die 59jährige aus der westfranzösischen Region Anjou vor der Presse am Freitag Nachmittag in Brüssel nach ihrer Wahl zur Nachfolgerin von Joachim Rukwied an der Spitze des Dachverbandes von 60 europäischen Landwirtschaftsorganisationen.

"Es ist schwierig grün zu sein, wenn man in den roten Zahlen steckt", zitierte Lambert ihren Stellvertreter der französischen Fédération nationale des syndicats d'exploitants agricoles (FNSEA) über die existentiellen Sorgen der französischen Landwirte angesichts von Globalisierung und steigenden politischen und gesellschaftlichen Anforderungen im Umwelt- und Klimaschutz.

Gleichzeitig signaliserte die kommunikationsfreudige bodenständige Bäuerin, dass sie mit den europäischen Institutionen, der Zivilgesellschaft und den Nichtregierungsorganisationen sowie Verbrauchern einen offenen Austausch über die anstehenden Zukunftsfragen der europäischen Landwirtschaft führen wolle.

"Ich bin eine Teamspielerin und eine Frau, die den Dialog sucht", beschrieb Lambert ihre Rolle als Copa-Präsidentin im engen Zusammenspiel mit der Vertretung der Genossenschaftsbetriebe (Cogeca). Sie strebe im Schulterschluss mit Cogeca praktikable und für die Bauernschaft vertretbare Lösungen bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), dem nächsten Agrarbudget sowie über die Kommissionsvorschläge `Farm to Fork` sowie zur Biodiversitäts-Strategie an.

„Wir von Copa sind überzeugt davon, dass die...


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Schräg

Allein die Tatsache, dass Farm to Fork (vom Anbauer/Erzeuger bis zur Gabel/Esstisch) im Umweltausschuss angesiedelt ist, zeigt doch, dass die EU geradezu geistig/intellektuell abgewirtschaftet hat. Das ist Landwirtschaft/Ernährung. Aber offensichtlich geht Frau von der Leyen oder ihr ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Farm to Fork ist ein Slogan, von Werbefachleuten gezielt gemacht,

um die öffentliche Meinung mit zunehmen, um Stimmungen in die erwünschte Richtung zu lenken. Nicht mit der Landwirtschaft, nein gegen die Landwirtschaft und auch gegen deren Eigentum. Das soll eine langfristig angelegte Strategie werden, das ist dann der harmlos klingende "UMBAU" !

von Albert Maier

Hoffnung

Die Wahl der Französin gibt Hoffnung auf neuen Schwung nachdem Ruckwied die COPA in Tiefschlafmodus versetzt hat.

von Rudolf Rößle

Vive la France

Lebhaftes Frankreich.

von Wilhelm Grimm

Der Dalai Lama sagt:

Mit Ideologen kann man nicht diskutieren.

von Wilhelm Grimm

Canfin gegen Lambert = WWF gegen Landwirtschaft.

Friedlich wird es nicht funktionieren, Frau Lambert wird kämpfen müssen.

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