Sonnleitner berichtet über seine Ziele als Sonderbotschafter

Der frühere Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ist bekanntlich jetzt UN-Botschafter für die bäuerlichen Familienbetriebe. Ob er der Richtige dafür ist, beantwortete er im Gespräch mit dem Bayerischen Bauernverband klar mit Ja. Lesen Sie hier, warum und was sein Anspruch bei der Arbeit ist...

Der frühere Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ist bekanntlich jetzt UN-Botschafter für die bäuerlichen Familienbetriebe. Ob er der Richtige dafür ist, beantwortete er im Gespräch mit dem Bayerischen Bauernverband klar mit Ja.

Sonnleitner erinnerte daran, dass seine Familie seit dem 13. Jahrhundert den eigenen Hof weitergegeben habe. "Das ist Nachhaltigkeit im wohlverstandenen Sinne. Ich weiß, was unternehmerische Eigenverantwortung bedeutet und ich kenne die Herausforderungen einer generationenübergreifenden bäuerlichen Landwirtschaft. Ich bin Familienbauer – und deshalb bin ich für dieses Amt geeignet", so der Ehrenpräsident des DBV und BBV.

Die Ernennung zum Sonderbotschafter empfinde er als großen Vertrauensbeweis, dass er mit seinem Einsatz für die Bauernfamilien auf dem richtigen Weg ist. Nicht zuletzt werde mit dieser Auszeichnung auch die Arbeit des Bauernverbandes gewürdigt. "Wir Familienbetriebe können damit unsere Leistungen, aber auch unsere Sorgen gegenüber einer breiten Öffentlichkeit und gegenüber der Politik noch stärker ins Bewusstsein rücken und entsprechendes Handeln einfordern."

Bauernfamilien auf der ganzen Welt würden hart arbeiten, um jeden Tag Nahrungsmittel in allerbester Qualität zu erzeugen, und das bei steigender Menge. Um die Weltbevölkerung zu ernähren, braucht es laut Sonnleitner in den nächsten 40 Jahren allerdings 70 % mehr Nahrungsmittel. Außerdem hätten die Bauern den Anspruch, die Umwelt und Kulturlandschaft intakt zu erhalten – all das bei immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen wie Klimawandel, Flächenfraß oder Preisvolatilität.

Und in den Entwicklungsländern kommen seinen Erfahrungen nach weitere Erschwernisse hinzu, die der heimischen Landwirtschaft große Steine in den Weg legen. "Mangels guter Regierungspolitik ist dort Landwirtschaft zum Teil unmöglich. Die Menschen haben vielfach keinen Zugang zu Land und Eigentum, zu Bildung, zu Krediten und Märkten; teilweise ist keine Infrastruktur vorhanden.

Um diesen Familien eine Stimme zu geben, will sich der Botschafter für verlässliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zu Aus- und Weiterbildung in allen Teilen der Welt einsetzen, gerade in Entwicklungsländern. "Landwirtschaft muss im Zentrum der Entwicklungspolitik stehen. Kleinbäuerliche Betriebe müssen sich zu profitablen Familienbetrieben entwickeln können. Mit einer Modernisierung und nachhaltigen Intensivierung können die Bauernfamilien vor Ort der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln umfassend Rechnung tragen", ist Sonnleitner überzeugt.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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