SuedLink: Gemeinsamer Protest in Fambach

Die Thüringer Landesregierung will sich gemeinsam mit Bürgern weiter gegen den geplanten Bau der SuedLink-Stromtrasse durch Hainich, Werratal und Rhön stemmen. Bei einer Großdemonstration am 25. März in Fambach sagte Umweltministerin Anja Siegesmund weitere Unterstützung durch die Landesregierung zu.

Die Thüringer Landesregierung will sich gemeinsam mit Bürgern weiter gegen den geplanten Bau der SuedLink-Stromtrasse durch Hainich, Werratal und Rhön stemmen. Bei einer Großdemonstration am 25. März in Fambach sagte Umweltministerin Anja Siegesmund weitere Unterstützung durch die Landesregierung zu.

„Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Transparenz und Fairness bei der Aufteilung der Aufgaben gesichert sind. Zusammen mit dem Vorschlag Thüringens für einen Trassenverlauf wurden auch die wichtigen Kriterien von Gradlinigkeit und Bündelung einfach vom Tisch gewischt. Weder wurden unsere Argumente berücksichtigt, noch unser Alternativvorschlag ernsthaft geprüft. Das nehmen wir nicht hin – und die Menschen in der Region erst recht nicht“, kritisiert die Ministerin die aktuellen Planungen.

Infrastrukturministerin Birgit Keller verwies auf die Lasten, die Thüringen beim Netzausbau für die Energiewende bereits übernommen hat: „Wir brauchen eine Energiewende in Deutschland. Davon bin ich überzeugt. Allerdings müssen die Voraussetzungen dafür gerecht verteilt sein. Es kann nicht sein, dass Thüringen über die Maßen belastet wird. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf und kämpfen weiter mit Sachargumenten für einen SuedLink außerhalb Thüringens. Wir haben gute Argumente dafür geliefert und fordern, dass Sie berücksichtigt werden.“

Hintergrund

Die Bundesnetzagentur hatte die zentrale Forderung Thüringens nach einem zusätzlichen Alternativkorridor zunächst aufgegriffen und die Planer aufgefordert, den von Thüringen im Sommer 2017 unterbreiteten Vorschlag zusätzlich zu prüfen.

Die Vorhabenträger des SuedLinks veröffentlichten am 11. Dezember 2017 ein Gutachten zum Prüfauftrag der Bundesnetzagentur für den alternativen Erdkabelkorridorvorschlag des Freistaats Thüringen. TenneT und TransnetBW kommen hier zu dem Ergebnis, dass der Thüringer Vorschlag als Alternative nicht ernsthaft in Betracht komme und deswegen im weiteren Verfahren unberücksichtigt bleiben sollte.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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