Tappeser: „Lage der wildlebenden Arten mehr als besorgniserregend“

Die hessische Agrar-Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser hat am 5. Februar auf Einladung der AbL in Alsfeld-Eudorf über die Landwirtschaft im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und Artenvielfalt gesprochen. Ihrer Ansicht nach ist die Lage der wildlebenden Arten mehr als besorgniserregend.

Dr. Beatrix Tappeser (Bildquelle: umwelt.hessen.de)

Die hessische Agrar-Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser hat am 5. Februar auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Alsfeld-Eudorf über die Landwirtschaft im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und Artenvielfalt gesprochen.

Ihrer Ansicht nach ist die Lage der wildlebenden Arten mehr als besorgniserregend. Im Offenland habe man zuletzt die niedrigste Anzahl seit langem nachgewiesen. „Es ist absolut notwendig, dass wir schrittweise wieder Lebens- und Rückzugsräume für Insekten und Vögel zurückgewinnen. Dafür brauchen wir in Hessen, Deutschland und der EU Lösungen, wie Grünland ökonomisch und gleichzeitig ökologisch sinnvoll genutzt werden kann“, machte die Staatssekretärin deutlich. Auch ging sie auf die Rolle der Feldwege und Wegsäume ein, die auf Grund von immer größer werdenden, zusammenhängenden Ackerflächen leider weniger werden und so als Lebensraum für Insekten und Niederwild verloren gehen.

„Um die biologische Vielfalt im Offenland zu steigern, gibt es zwei strategische Prioritäten: Reduzierung der Stoffeinträge und Verbesserung der Lebensräume“, so Dr. Beatrix Tappeser. Sie zeigte dabei auch auf, wie beides durch den Einsatz modernster Technik und auch durch den Ökolandbau unterstützt wird. Seit zwei Jahren berät der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen Landwirte, wie sie biologische Vielfalt erhalten können.

Abschließend ging die Staatssekretärin noch auf die Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ ein. „Jeder kann etwas für den Erhalt der Biodiversität und gegen das Insektensterben tun. Immer mehr Landwirte entschließen sich dazu, an den Ackerrändern Blühstreifen anzulegen. So werden dann genau solche Feldsäume geschaffen, die wir zum Erhalt der biologischen Vielfallt brauchen: Sie bieten Nahrung für Insekten und dienen als Rückzugsort für verschiedene Tierarten“, so Dr. Tappeser.

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