Rückblick

DRV-Bilanz 2018: Umsatzminus von 9,3 Prozent

Die Dürre des vergangenen Sommers hat den 2.104 genossenschaftlich orientierten Unternehmen zugesetzt. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht nach ersten vorläufigen Schätzungen davon aus, dass die Unternehmen ein Umsatzminus von 9,3 % werden verbuchen müssen.

Den Gesamtumsatz schätzt der Raiffeisenverband auf 57,2 Mrd. Euro (Vorjahr 63,0 Mrd.). Die Warenwirtschaft bleibe mit einem Gesamtumsatz von 32,6 Milliarden Euro die umsatzstärkste Sparte im DRV. Obwohl sich die Unternehmen dieser Sparte insgesamt im abgelaufenen Jahr gut auf dem herausfordernden deutschen Markt behauptet haben, müssen auch sie einen Umsatzrückgang in Höhe von etwa 5 Prozent hinnehmen. Ausschlaggebend dafür seien gesunkene Erlöse insbesondere für Getreide und landwirtschaftliche Betriebsmittel.

Futter

Zum ersten Mal seit 1986 ist Deutschland wieder Nettoimporteur von Getreide. Ursache dafür ist die enttäuschende Ernte in Folge der in Teilen Deutschlands extremen Dürre. Die ungünstigen Witterungsbedingungen im Sommer bedeuten insbesondere für die 715 dem DRV angeschlossenen Agrargenossenschaften erhebliche Belastungen. Der DRV geht von Erlösrückgängen in Höhe von etwa 10 Prozent aus. Die Dürre hatte auch maßgebliche Auswirkungen auf die Futterwirtschaft: Weil Grundfutter fehlte, mussten insbesondere viele Rinderhalter zusätzlich Kraftfutter zukaufen.

Milcherzeuger und Molkereien

Für die Milcherzeuger und Molkereien war 2018 insgesamt ein zufriedenstellendes Wirtschaftsjahr. Ihre Umsätze liegen nach vorläufigen DRV-Schätzungen bei 13,5 Milliarden Euro (-2 %).

Schlachtungen

Anders als im deutschen Trend ist die Anzahl der Schlachtungen von Rindern und Schweinen in genossenschaftlichen Schlachtbetrieben stabil geblieben. Doch erzielten die Unternehmen der genossenschaftlichen Vieh- und Fleischwirtschaft entsprechend dem deutschen Marktverlauf für ihre Produkte niedrigere Durchschnittspreise. Deshalb erwartet der DRV für diese Sparte Umsatzeinbußen von gut 8 Prozent auf 6 Milliarden Euro.

Gartenbau

Heterogene Ergebnisse erzielten die einzelnen Sparten des Gartenbaus. Dennoch wird das Gesamtergebnis der Unternehmen der genossenschaftlichen Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft in einer etwa unveränderten Größenordnung bei 3,3 Milliarden Euro erwartet.

Wein

Positive Entwicklungen verbuchen die Winzergenossenschaften: Die Weinernte ist mit geschätzt 10,8 Millionen Hektoliter überraschend groß ausgefallen. Diese Menge liegt damit rund 43 Prozent über der letztjährigen Ernte und rund 23 Prozent über dem langjährigen Mittel.

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Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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