Tönnies Holding

Tönnies schlachtet künftig in China

Deutschlands größter Schlachtkonzern will künftig 6 Mio. Schweine in China schlachten und zerlegen. Zusammen mit dem chinesischen Partner investiert Tönnies rund 500 Mio. Euro.

Die Tönnies Unternehmensgruppe setzt weiter auf Internationalisierung und startet den ersten Produktionsstandort außerhalb Europas. Gemeinsam mit der Dekon Group, einer Tochter der West Hope Group, unterzeichnete Tönnies nun eine Absichtserklärung über ein Jointventure eines Schlacht- und Zerlegezentrums für zunächst zwei Mio. Schweine in der Region Sichuan. Dies wird im zweiten Schritt auf sechs Millionen Schweine ausgeweitet.

„Wir sind stolz gemeinsam mit unserem Partner der Dekon Group ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte aufzuschlagen“, erklärt Tönnies CEO Andres Ruff, bei der Unterzeichnung auf der Handelsmesse Western China International Fair. „Mit unserem Know-How in der Schlachtung und Zerlegung von Schweinen sowie dem Wissen über Voraussetzungen, Sicherheit und Hygiene bei der Produktion von Lebensmitteln, können wir die Schweinefleischproduktion für den chinesischen Markt weiter stärken.“

In der Region Sichuan werden die beiden Partnerunternehmen einen neuen Schlachthof mit angeschlossenem Zerlegebetrieb für Schweinefleisch errichten. Der Schlachthof ist für ca. zwei Mio. Schweine ausgelegt und wird nach dem Vorbild der deutschen Tönnies-Betriebe gebaut. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 500 Mio. Euro, davon entfallen rund 150 Mio. Euro auf das Schlacht- und Zerlegezentrum.

"In Sichuan wird der erste Betrieb nach europäischem Standard für Schweinefleischprodukte gebaut. Von der Zucht über die Schlachtung bis zur Verarbeitung werden wir eine vollständige Integration in die Lebensmittelgewinnung erreichen," sagt Wang Degen, CEO der Dekon Group, nach der Vertragsunterzeichnung.

Nachfrage nach Schweinefleisch in Asien wächst weiter

„Die Nachfrage nach Schweinefleisch in China und vielen weiteren asiatischen Ländern ist groß und wird in den kommenden Jahrzehnten weiter wachsen“, sagt Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter der Tönnies Holding. „Dieses Jointventure ist der nächste Schritt unserer Internationalisierung. Damit bringen wir das Know-How über die Lebensmittelproduktion nach deutschem Standard in die Welt und stärken die Qualität und Sicherheit der Versorgung in China.“

Der chinesische Lebensmittelmarkt ist aktuell im Umbruch. Durch die afrikanische Schweinepest wurden in Teilen des Landes die Bestände gekeult. Kleinstbetriebe und Hinterhofhaltungen werden nun ersetzt durch landwirtschaftliche Betriebe, die bei ihrer Biosicherheit einem westeuropäischen Standard entsprechen. „Wir wollen die Aufbruchsstimmung in China nutzen und Qualitätsfleisch für den chinesischen Markt erzeugen“, begründet Ruff die Absatzmärkte.

Mit der Unterzeichnung der offiziellen Absichtserklärung werden beide Unternehmen nun das Jointventure starten. Die Grundsteinlegung des Produktionsstandortes ist für 2020 vorgesehen.


Diskussionen zum Artikel

von Charles MATHIAS

Geiz ist geil

Super Schnäppchen zum Grillen: Schweinenacken mit Coronawürze, Direktimport vom Tiermarkt Wuhan.

von Barbara Sandner

Tierqual

Massentierhaltung und Tierqualen werden also nach China verlagert, wo es noch weniger Tierschutz gibt. Zum Kotzen. Stop eating meat, it's as simple as that.

von Reinhard Friedrich

Da sollten

unsere Tierrechtler aber schleunigst auch in China aktiv werden. Da gibts viel zu tun.

von Rudolf Rößle

Tönnies

hat kein Risiko, da die Chinesen die Produktionsstätte übernehmen werden, wenn die deutschen Gelder knapp werden sollten. In ihre Hygienerichtlinien müssen sie noch investieren, da ist Deutschland ein geeigneter Partner.

von Diedrich Stroman

Made in China!!

Und der Chinese ist genügsam, flott und fleißig!!!Während der Deutsche den Strick der Bürokratie bis zum Excess treibt!!!Außerdem treibt es die Globalisierung auch an!!!Schweine aus der Massentierhaltung in China für den Preis bewusten Europäer!!.!Ein dreifaches Hoch auf unsere EU!!!

von Markus Steverding

Ganz toll

Ganz toll Herr Tönnies, aus dem Club der Hauspreiskönige uns Landwirten abgezogenes Geld in China investieren. Da sag ich jetzt besser nicht mehr zu.

von Diedrich Stroman

Tönnies!

Er macht das was hier erlaubt ist!!In unserem Schlaraffenland!!

von Bernhard ter Veen

Tönjes will die Welt

beherrschen... und ausnehmen... ein Deutscher Konzern zieht in die Welt um Heil über die Völker zu bringen. war im Mittelalter auch schon mal so. damals warens die Kirchen...

von Gerd Uken

Super Herr Tönjes

Da kann man viel Geld sparen-dann sind die Schweineöhrchen ja gleich an Ort und Stelle! Fonterra ( oder Friesland Campina)zieht sich dort gerade zurück und will seine Beteiligung an Bejing verkaufen...

von Norbert Post

Tönnies

So jetzt wissen alle wo bald das Fleisch in unseren Theken herkommt. China wird und will die Welt beherrschen. Sie haben 5G, produzieren unsere Arzneimittel, bauen unsere Autos, fliegen auf die Rückseite des Mondes. China kontrolliert seine Bürger bis zur Toilette und genau das wird uns ... mehr anzeigen

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