RWZ kauft bei Kartoffeln zu

Weuthen übernimmt Geschäftsanteile der BAYWA AG an der KCB

Kartoffeln gehören nicht zum Kerngeschäft der BayWa. Deswegen hat die AG beschlossen, den Produktbereich der Kartoffel-Centrum Bayern GmbH vollständig an die Wilhelm Weuthen GmbH & Co.KG (Raiffeisen Rhein-Main eG) zu übertragen.

Die Wilhelm Weuthen GmbH & Co.KG (Waldniel), ein Tochterunternehmen der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) und nach eigener Aussage marktführender Kartoffelhändler in Europa, beabsichtigt, die Geschäftsanteile an der Kartoffel-Centrum Bayern GmbH (KCB) in Rain am Lech von der BayWa AG zur Gänze zu übernehmen.

Die zwischen den beiden Unternehmen bereits beschlossene Übertragung der Anteile soll laut dem Unternehmen nichts an der unternehmerischen Ausrichtung und der operativen Geschäftsführung der KCB ändern. Alle Mitarbeiter würden vom zukünftigen Alleingesellschafter Weuthen übernommen. Die Übernahme durch die RWZ steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes.

Die KCB wurde von BayWa AG und RWZ eG im Jahre 1998 als gemeinsames Joint Venture (50:50) gegründet - primär um die Versorgung mit Kartoffeln für AVIKO, einen der führenden Produzenten von Pommes Frites in Europa, an dessen Produktionsstandort in unmittelbarer Nachbarschaft sicherzustellen. Bei KCB werden inzwischen rund 300.000 t Rohware aufbereitet. Darüber hinaus werden an einem weiteren Standort in Geiselhöring Speisekartoffeln und Zwiebeln zur Vermarktung in Südosteuropa verpackt.

„Diese Investition stärkt unser strategisches Geschäftsfeld ‚Kartoffeln‘. Rentabilität und Perspektive passen hier. Keiner kennt die Spielregeln der europäischen Pommes Frites-Industrie besser als Weuthen“, so Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ zum Anteilserwerb. Kempkes ergänzt, dass es „Dank der ausgezeichneten Partnerschaft mit der BayWa AG gelungen ist, vielen hundert Kartoffelanbauern in Bayern lukrative und dauerhafte Absatzmöglichkeiten zu erschließen und daran wird sich auch unter der Alleinregie von Weuthen nichts ändern.“

Auch Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG betont die Vorteile der Transaktion: „Kartoffeln gehören nicht zum Kerngeschäft der BayWa. Deswegen haben wir beschlossen, diesen Produktbereich vollständig an den marktführenden Händler zu übertragen. Mit der RWZ und deren Tochtergesellschaft haben wir einen Käufer gefunden, der das Kartoffelgeschäft mit langfristiger Perspektive für unsere bayerischen Landwirte weiterentwickeln wird.“

Betriebsmittel und Landtechnik für den Kartoffelanbau sowie Pflanzkartoffeln bietet die BayWa weiterhin an.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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