Hohe Nitratwerte in deutschem Grundwasser

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Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Deutschland liegt bei der Nitratbelastung von Grundwasser im Vergleich aller EU-Mitgliedstaaten weit vorn. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie hervor, der am vergangenen Freitag vorgelegt wurde.

Demnach weist Malta die höchsten Nitratwerte im Grundwasser auf, gefolgt von Deutschland und Spanien. Angegeben wird von der Brüsseler Behörde auch die Belastung des Trinkwassers. Hier finden sich die höchsten Gehalte an Nitrat in Malta, Belgien sowie Großbritannien.

Zusammenfassend zieht die Brüsseler Behörde ein positives Fazit. So gebe es insgesamt weniger Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft. Zudem belege der Bericht, dass die Richtlinie in den vergangenen zwei Jahrzehnten erfolgreich zur Verringerung der durch Nitrate in Oberflächen- und Grundwasser verursachten Wasserverschmutzung beigetragen habe.

Trotzdem seien weitere Anstrengungen zur Nitratreduzierung erforderlich, betonte die Kommission, die Deutschland wegen zu hoher Nitratbelastung verklagt hat. Der Bericht verweist insbesondere auf die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Gerade in den betroffenen EU-Ländern seien weitere Anstrengungen erforderlich, um die Gewässer in einen „guten Zustand“ zu bringen, heißt es darin.

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hob die Bedeutung von sauberem Wasser hervor, insbesondere für gesunde Ökosysteme sowie die Lebensqualität der Bürger. Die Landwirte forderte der Malteser auf, immer nach Wegen zu suchen, den Nährstoffkreislauf nachhaltiger zu gestalten. Dadurch würden auch die Kosten für die Behandlung des mit Nitrat verschmutzten Wassers verringert. Überdies liege ein qualitativ hochwertiges Trinkwasser auch im langfristigen Interesse der Landwirte selbst.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Grimm · 1.
    Die lügen uns die Hucke voll !

    Da können wir doch erwarten, dass der Bauernverband auf die Barrikaden geht. ganz im Sinne einer "Offensive Nachhaltigkeit".

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  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    @Heinrich Roettger, es sind ja nicht nur die gefakten Messnetze, es sind auch die offiziellen fake news unserer Landwirtschaftskammer Niedersachsen

    Beispiel: In der Zusammenfassung zur Vorstellung des Nährstoffberichts 2016/2017 heißt es auf Seite 17: "50% der Grundwassergütemessstellen des NLWKN haben Nitartkonzentrationen von größer 50 mg/l." Da reibt man sich verwundert die Augen, denn schaut man auf die Internetseite des NLWKN sind es nur ca. 20%. Hat die Kammer also gelogen? Nein, nicht im strafrechtlichen Sinne. Denn schaut man auf die Seite 46 des Nährstoffberichts wird das übliche Muster innerhalb derartiger Studien deutlich: Dort steht nämlich: "Von den Messstellen mit mittleren Nitratgehalten über 5 mg/l lag der Anteil an Messstellen mit Nitratgehalten über 50 mg/l sowohl innerhalb als auch ausserhalb von Trinkwassergewinnungsgebieten bei rund 50%." Die LWK Niedersachsen hat also einfach alle Messstellen die unbelastet sind, das ist der größte Teil, gar nicht bei der Bewertung berücksichtigt und konnte so in der Zusamenfassung (das was jeder liest) einfach diese Falschaussage plazieren. Und noch eine weitere fakernews hat die Kammer auf diese Art plazieren können, die im ersten Moment gar nicht auffällt: Auf der oben zitierten Seite 46 des Nährstoffberichts behauptet sie wahrheitswidrig, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen Messstellen innerhalb und ausserhalb von Trinkwassergewinnungsgebieten gibt. Hätte die Kaammer die von ihr unterschlagenen unbelasteten Mestellen dazugenommen, würde sich für die Trinkwassergewinnung ein ganz anderes, erschreckendes Bild ergeben.

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  3. von Heinrich Roettger · 3.
    Unterschiedliche Messnetze

    In Deutschland gibt es kein zufällig und gleichmäßig über das Land verteiltes Grundwassermessnetz,, wie in unseren EU Nachbarstaaten.Bei uns wurde ein sogenanntes Belastungsmessnetz installiert , dass an bekannten , kritischen Punkten mit hohen Nitratwerten misst.

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