Fachverband: Güllevergärung steht vor dem Aus

Güllebhälter Landwirte, die Gülle an Biogasanlagen liefern, müssen künftig womöglich einen Schutzwall um ihre Behälter bauen.
Auf Landwirte, die Biogasanlagen mit Gülle versorgen, kommen möglicherweise neue Auflagen zu. Schuld ist die Verordnung "zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (AwSV). Sie soll nach dem Willen der Bundesregierung künftig für die gesamte Biogasproduktionskette gelten.

Vor allem die unter Klimaschutzgesichtspunkten erstrebenswerte Güllevergärung wäre davon betroffen. Denn wenn ein Landwirt den Reststoff an eine Biogasanlage liefert, werden seine Behälter im Sinne des AwSV-Entwurfes als „Biogasanlagen” eingestuft. Folge: Die Landwirte müssten einen Schutzwall um die Silos bauen.

Die Verordnung hätte katastrophale Folgen, so der Fachverband Biogas. Die Vorschläge für die Verordnung führen dazu, dass bestehende Gülle-Lieferverträge mit Biogasanlagen aufgekündigt würden und neue nicht mehr zustande kommen. 

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von arching · 1.
    Logik

    ist nicht die Stärke des Gesetzgebers.

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  2. von preuße · 2.

    Die Güllevergärung war eigentlicher Sinn und Zweck der Biogasgeschichte! Jetzt versucht man sie also über die Hintertür zu plätten. Meinen Glückwunsch an unsere geist-Minderbemittelten Parlamentarier - und oh Wunder sie stammen nicht mal von den Grünen.....

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