Reifenstecher auf Höfen unterwegs

Polizei Auf den Höfen in Levern waren Bauernhasser am Werk
Bild: Presseportal

Unbekannte haben an Silvester in der Scheune von Landwirt Dirk Langelahn aus Levern die Reifen seiner Traktoren und Güllefässer zerstochen. Der Schaden beträgt etwa 7000 bis 8000 Euro, berichtet das Westfalen-Blatt.

Auch bei Landwirt Dieter Schwengel in Levern waren die Reifenstecher am Werk. Vier Trecker- und zwei Güllefassreifen wurden hier auf dieselbe Art und Weise zerstört. Schwengels Schaden ist ähnlich hoch wie bei den Langelahns. „Die Versicherung zahlt für diese Art von Zerstörungen nicht“, sagt Dirk Langelahn. „Wir bleiben somit voll und ganz auf dem Schaden sitzen.“

Der Landwirt ist entsetzt über die Dreistigkeit der Täter. Sie müssen ein ganzes Stück weit über sein Hofgrundstück gelaufen sein, bevor sie die etwas abseits gelegene Maschinenhalle erreichen konnten. „Vermutlich sind sie direkt hinter unserem Schlafzimmerfenster hergelaufen“, sagte der Leverner. „Leider haben wir und auch die Polizei vor und hinter der Halle trotz gründlicher Suche keinerlei Spuren gefunden.“

Langelahn glaubt, dass die Unbekannten ein sehr scharfes, massives Werkzeug benutzt haben müssen, berichtet das Westfalen-Blatt weiter. „Die Reifen waren mit bis zu vier Bar Luftdruck aufgepumpt. Ihre Karkassen hatten sehr stabile Seitenwände. Mit einem einfachen Küchenmesser kann man sie nicht einstechen“, weiß er. Alle Räder sind jetzt zur Reparatur in der Landmaschinenwerkstatt.

Langelahn und seine Berufskollegen rätseln über das Motiv für solche Zerstörungswut. Dass die Unbekannten gezielt auf Bauernhöfen ihre Taten verübt haben und nicht an parkenden Autos im Ort, gibt ihnen zu denken. In der Vergangenheit seien schon häufiger ähnlich merkwürdige Fälle aufgetreten, etwa auf einem Milchviehbetrieb in Destel, erzählt Langelahn.

Joachim Schmedt, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Gemeindeverbands Stemwede, und Hermann Seeker, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Minden-Lübbecke, verurteilen diese Tat scharf. „Sie ist an Dreistigkeit kaum zu toppen“, sagte Hermann Seeker. „Allein schon deshalb, wenn man bedenkt, wie lang der Weg von der öffentlichen Straße über das Langelahn-Grundstück bis zur Scheune ist. Diese Sachsbeschädigung ist eindeutig eine Straftat“, sagte der Kreisvorsitzende. „Es wird leider schwer werden, die Täter zu finden. Ich schließe nicht aus, dass es militante Feinde der Landwirtschaft waren.“

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Karlheinz Gruber · 1.
    Wer Wind sät, wird Sturm ernten

    eine alte Weisheit. Und sehr viele nicht LDW freundliche Vereinigungen haben lange genug geblasen. Und jetzt kommt der Sturm auf die LDW zu, weil sogar die Rechtssprechung denen noch entgegenkommt (siehe Stalleinbrüche usw.). Ich trau mich fast sagen, daß wir die Mützen tief ins Gesicht ziehen müssen, denn es kommt ein scheiß Wetter auf.... Danke an die Verursacher. Bei Gelegenheit werde ich mich erkenntlich zeigen....

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  2. von Gerd Schuette · 2.

    Erst Diffamierung und Hetze, dann Einsteigen in Ställe. Nächste Stufe: Gewalt gegen Sachen. Was kommt als Nächstes?

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  3. von Thomas Egolf · 3.
    Dies ist genau das Ergebnis

    der Politik und geführten Debatten von unseren so genannten seriösen Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und den Linken. Diese sind doch die wahren Hetzer, die die Bevölkerung spalten in unserem Land! Entschuldigung, es ist doch WAHR!

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