Agrarminister begrüßen geplante Unterstützung der Junglandwirte

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Bild: Archiv

Die EU-Agrarminister wollen Junglandwirte nach 2020 stärker unterstützen. Beim Agrarrat letzte Woche in Sofia verwies Bulgariens Landwirtschaftsminister Rumen Porodzanov auf die große Bedeutung, welche die Junglandwirte für die Zukunft des europäischen Agrarsektors und für die Gesellschaft als Ganzes hätten. Ziel müsse es deshalb sein, wirksame Lösungen zu finden, um junge Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum zu halten, erklärte Porodzanov.

Der deutsche Agrar-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens betonte ebenfalls die Wichtigkeit von „jungen dynamischen, für den technischen Wandel offenen Fachkräften“ für die Zukunftsfähigkeit des Agrarsektors. Junglandwirte und Betriebsgründer bräuchten auch in Zukunft gute Perspektiven zum Einstieg in den landwirtschaftlichen Sektor. Laut Aeikens sind dabei zusätzliche Maßnahmen auf EU-Ebene aber auch von den gegebenen Bedingungen in den steuerlichen, erbschaftsrechtlichen und sozialpolitischen Regelungen der Mitgliedstaaten abhängig.

Derweil mahnte EU-Agrarkommissar Phil Hogan schon jetzt größere Anstrengungen zur Förderung von Junglandwirten an. Der Ire forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, die bereits jetzt aus Brüssel für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Finanzmittel auch wirklich abzurufen. Die EU-Länder müssten ihre Verantwortung in dieser Frage ernster nehmen.

Der Präsident des Europäischen Rats der Junglandwirte (CEJA), Jannes Maes, äußerte indes vor den Agrarministern die Befürchtung, dass sich die bestehenden Probleme noch verschärfen könnten. Die Erneuerung der Generationen in der Landwirtschaft müsse daher energischer vorangetrieben werden. Maes sieht die Gefahr, dass die EU-Landwirtschaft ansonsten ihre derzeitige Vielfalt verliert und es ihr auch an unternehmerischen Ansätzen, an Umweltbewusstsein und einer innovativen Einstellung fehlen wird. Er forderte die Politiker auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, damit die ländlichen Regionen sozial und wirtschaftlich nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen würden.

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